Volleyball : Volleyballer bejubeln Aufstiege

Aufgefallen Das gab es am Höhenberg noch nie: Sowohl die Damen als auch die Herren des TSV Bayer Dormagen haben zeitgleich als Meister der Verbandsliga den Sprung in die Oberliga geschafft.

Sektdusche, Siegerbierchen und ein vielstimmiger Chor, der lautstark "So seh'n Sieger aus" intonierte — das waren die Zutaten, die am Samstagabend den Dormagener Höhenberg in eine richtige Partymeile verwandelten. Um Punkt 20.59 Uhr war es nach verwandeltem Matchball nämlich amtlich: Sowohl die Herren als auch die Damen des TSV Bayer Dormagen sicherten sich die Verbandsliga-Meisterschaft und schaffen damit den Sprung in die Oberliga.

Und so gab es nach dem Schlusspfiff der Damenpartie auch kein Halten mehr. Während Trainer Peter Fischer sich nicht schnell genug in Sicherheit bringen konnten und so eine Sektdusche genießen durfte, lagen sich seine Schützlinge in den Armen und dankten den etwa 130 Zuschauern für die lautstarke Unterstützung im letzten Heimspiel der Saison mit Freudentänzchen und ausgelassenen Gesängen.

"Das war unglaublich heute", schwärmte Fischer von der Kulisse und der Vorstellung seiner Mädels. Denn die ließen auch im alles entscheidenden Spiel gegen die SG Aachen nichts anbrennen. Mit 3:0 (25:16, 25:15, 25:16) schickte der TSV seine Gäste zurück nach Aachen und ließ ihnen dabei nicht den Hauch einer Chance.

"Wir waren in allen Belangen überlegen und haben den Aachenerinnen ihre Grenzen aufgezeigt", sagte Fischer, dem lediglich zu Beginn des Spiels kurz etwas mulmig zumute wurde. Da lagen seine Schützlinge nämlich mit 3:7 zurück, ehe sie ihre Nervosität ablegten. "Ich wusste ja, wie die Konkurrenz gespielt hatte und, dass nur ein 3:0-Sieg zum Aufstieg reichen würde", erklärt Fischer, "umso glücklicher war ich, dass die Mädels dann doch ihre Nerven in den Griff bekommen haben".

Vollkommen befreit aufspielen konnten zuvor die Volleyballer des TSV Bayer Dormagen gegen den Aachener VV. Das Team von Trainer David Nagel stand schon vor dem letzten Spieltag als Aufsteiger fest, wollte sich aber dennoch mit einem Sieg von seinem Publikum verabschieden.

Und nach den ersten zwei Sätzen sah es auch so aus, als würde sich der TSV dieser Aufgabe im Schnelldurchgang entledigen. Nach 25:22 und 25:20 führten die Dormagener mit 2:0-Sätzen, ehe sich das Blatt plötzlich wendete. Mit einer Energieleistung sicherten sich die Gastgeber aber dann doch noch einen knappen Tiebreak-Erfolg. "Das war eine fast perfekte Saison für uns", sagte David Nagel im Anschluss. Lediglich eine Partie hatten die Dormagener im Lauf der Spielzeit verloren.

Jetzt geht der Blick allerdings bereits in die Zukunft: Denn am 15. September startet nun für beide Teams das Unterfangen "Klassenerhalt in der Oberliga". "Wir haben auf jeden Fall das Ziel, in der Liga zu bleiben und besser zu sein, als beim letzten Mal", erklärt Fischer die Zielsetzung. Besser heißt, mehr als zwei Sätze und null Punkte zu gewinnen — das war die Ausbeute in der letzten Oberliga-Spielzeit 2006/20007.

(NGZ)