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Jüchen: Visionen für Hochneukirch entwickeln

Jüchen : Visionen für Hochneukirch entwickeln

Das Dorfentwicklungskonzept für Hochneukirch und Hackhausen startete jetzt mit einer Multiplikatoren-Sitzung. Bei der ersten Dorfkonferenz am 17. Februar sollen alle Interessierten ihre Ideen in Arbeitsgruppen einbringen.

Wie könnten Hochneukirch und Hackhausen im Jahr 2030 aussehen? Dies ist die zentrale Frage des Dorfentwicklungskonzeptes. Bei der Auftaktveranstaltung in der Aula der Haupt- und Sekundarschule stellte Geografin und Dorfplanerin Nathalie Franzen den Prozess von der Idee bis zur Ausführung vor — rund 50 Multiplikatoren aus Politik, Vereinen, Kirchen und aus dem öffentlichen Leben waren dabei. "Sprechen Sie alle an, die an der Gestaltung von Hochneukirch und Hackhausen mitwirken wollen", warb Nathalie Franzen um breite Unterstützung. Die erste Dorfkonferenz ist auf Sonntag, 17. Februar, um 14 Uhr terminiert.

Die Gemeindeverwaltung Jüchen hat 2012 einen Förderantrag bei der Bezirksregierung Düsseldorf gestellt. Diese hat Hochneukirch und Hackhausen als "Ländlichen Raum" definiert. Nun soll ein Dorfentwicklungskonzept starten; für Teilbereiche werden Fördermittel in Aussicht gestellt.

Die Verwaltung hat diesen Auftrag an Nathalie Franzen, die bereits mehr als 40 Dörfer überplant hat, übergeben. "Wir hatten zunächst nur die Überplanung des Adenauerplatzes vor, haben dies aus personellen Gründen aber verschieben müssen", sagt Bürgermeister Harald Zillikens. Letztendlich habe sich dies als Vorteil erwiesen, da nun eine umfassendere Planung möglich sei.

Zwei Themen, die die Hochneukircher bereits seit vielen Jahren beschäftigen: die Neugestaltung des Adenauerplatzes und der schwindende Einzelhandel. Optiker Armin Klöters äußert sich skeptisch: "Hochneukirch müsste attraktiver werden. Aber in der Vergangenheit sind einige Fehler gemacht worden." Als Beispiel nennt er die Ansiedlung von Discountern am Ortsrand: "Wenn künftig auch an der Robert-Bosch-Straße weiße Ware verkauft werden kann, ist dies eine weitere Konkurrenz für die Fachhändler in Hochneukirch." — Gerd Bandamer, Vorsitzender des Heimatvereins Hochneukirch und CDU-Ratsherr, hofft auf einen Aufschwung für Hochneukirch: "Viele Menschen fühlten sich am Rande des Tagebaus — und auch am Rand der Beachtung."

Wichtig sei etwa der Adenauerplatz in seinen unterschiedlichen Funktionen als Fest- und Parkplatz. Auch Hochneukirch insgesamt solle eine Aufwertung erfahren: "Wir wünschen uns, dass unser Besuch nicht mehr sagt ,Wo wohnst Du denn hier?´", meint Bandamer.

Wie es jetzt weiter geht: "Bei der ersten Dorfkonferenz werden wir Arbeitsgruppen bilden", erläutert Nathalie Franzen. Weitere Schritte des Prozesses sind eine Bestandsaufnahme, Stärken- und Schwächen-Analyse und Dorfkonferenzen.

Info Online unter "www.dorfplanerin.de/juechen"

(NGZ/rl)