Lokalsport: Vikings verlieren die Nerven und ein wichtiges Spiel

Lokalsport: Vikings verlieren die Nerven und ein wichtiges Spiel

2. Handball-Bundesliga: Nach 21:24 gegen Mitaufsteiger Elbflorenz Dresden trennen die Vikings nur noch vier Punkte vom Abstiegsplatz.

58 Sekunden sind gespielt, als Daniel Pankofer zum Siebenmeter antritt. Der Rückraumspieler verwandelt sicher zum 1:0. Was zu diesem Zeitpunkt keiner der 682 Zuschauer im Castello ahnt: Es soll die einzige Führung für die HC Rhein Vikings an diesem Abend bleiben. Am Ende steht ein 21:24 im so wichtigen Heimspiel gegen den HC Elbflorenz aus Dresden.

Durch die Niederlage rücken die Sachsen im Abstiegskampf der Zweiten Handball-Liga bis auf einen Punkt an die Vikings heran. "Diese Niederlage ist schwer zu erklären", sagt Christopher Klasmann, der drei Treffer beisteuerte. "Das war einfach zu wenig heute. 21 Tore sind zu wenig. Du musst schon mal 25, 26 machen, um dann auch zu gewinnen."

Zu Beginn der Partie liegen die Probleme der Hausherren aber vor allem in der Defensive. Zwei Gegenstöße der Dresdner über ihren schnellen Rechtsaußen Rene Boese bringen den Gästen eine 6:2-Führung nach acht Minuten. "Da haben wir überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Uns hat der Innenblock gefehlt", analysiert Ceven Klatt. Der Vikings-Trainer stellt seine Deckung von 6:0 auf 5:1 um, schwört sein Team in einer Auszeit neu ein. Es zeigt Wirkung. Nach 22 Minuten gleicht Pankofer zum 9:9 aus. Es ist der Schlusspunkt eines 4:0-Laufs. Zur Halbzeit liegt die Neuss-Düsseldorfer Spielgemeinschaft mit nur einem Tor hinten.

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Es folgt ein Schlagabtausch. Keines der Teams kann sich absetzen. Das liegt vor allem auch an Vikings-Torhüter Vladimir Bozic, der zu Beginn der zweiten Hälfte mehrere freie Würfe entschärft. Der Knackpunkt der Partie liegt schließlich beim Stand von 12:12. Bozic hält und hält, gibt seinen Feldspielern vier Anläufe, um in Führung zu gehen. Doch das Tor fällt nicht. "Daraus müssen wir für die kommenden Partien lernen", sagt Klasmann. "Wir müssen einfach konzentrierter in die Aktionen gehen." Die Vikings bleiben zwar weiter im Spiel, werden nun aber viel zu hektisch im Angriff. "Wir lassen den Ball nicht laufen, schließen viel zu schnell ab", betont Klasmann. Dresden spielt abgezockter, macht die Tore zur rechten Zeit. Alexander Oelze verkürzt zwei Minuten vor dem Ende zwar noch einmal zum 19:21, doch eine Zeitstrafe für die Hausherren im direkten Gegenzug, die das 19:22 für Elbflorenz nach sich zieht, ist die Entscheidung.

"Ich kann dem Team keinen Vorwurf machen. Wir gehen auf dem Zahnfleisch", sagt Trainer Klatt und spielt damit auf die Ausfälle der Leistungsträger Brian Gipperich, Miladin Kozlina und Christian Hoße an. Klatt: "Ich hoffe gegen Dessau am kommenden Wochenende kommen Spieler zurück."

(erer)