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Basketball: Vier-Punkte-Spiel für die TG Neuss

Basketball : Vier-Punkte-Spiel für die TG Neuss

Der Basketball-Zweitligist muss heute um 17.30 Uhr in Bielefeld ran. Ein Sieg wäre ein großer Schritt zum Klassenerhalt.

So ganz verarbeitet hatten die Zweitliga-Baskteballerinnen der TG Neuss das vergangene Wochenende dann doch noch nicht. Obwohl Trainerin Janina Pils bereits unmittelbar nach der krachenden 49:97-Niederlage in Berlin vor Ort zur Gesprächsrunde lud, wurde auch unter der Woche beim Training in der Heimat noch eine Menge geredet.

Dabei ging es aber nicht nur um die bittere Pleite in Berlin: "Wir gucken jetzt nicht ständig nach hinten und erzählen uns, was wir alles falsch gemacht haben. Wir gucken nach vorn", sagt die Trainerin, der es "letztendlich egal" sei, "ob du mit einem oder fast 50 Punkten verlierst – verloren ist verloren".

Viel wichtiger sei ohnehin das heutige (17.30 Uhr) Spiel in Bielefeld. Schließlich treffen sich in der Sporthalle der Carl-Severing-Schule zwei direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt der Zweiten Liga Nord. Nicht umsonst nennt Pils das Duell ihrer Damen (8./zehn Punkte) mit den Lady Dolphins (9./acht Punkte) ein Vier-Punkte-Spiel: "Wenn wir gewinnen, haben wir vier Punkte Vorsprung und sind erstmal relativ sicher. Aber wenn wir verlieren, ist Bielefeld punktgleich, und wir haben nur noch drei Mannschaften unter uns", weiß die Trainerin, die "Respekt, aber keine Angst" vor den Ostwestfalen hat.

Daran können selbst die Erinnerungen an das Hinspiel nichts ändern. 57:71 hieß es Mitte Oktober aus Sicht der Neusserinnen. Trotzdem macht Trainerin Pils ausgerechnet diese Niederlage Mut. "Wir waren im Hinspiel besser und haben uns nur zu blöd angestellt", sagt Pils, die als größtes Plus ihren veränderten Kader sieht. Denn im Gegensatz zum Spiel im Oktober stehen Pils nun Saara Lehtoranta und Kathrin sowie Hannah Wischnitzki zur Verfügung.

Trotzdem wird das Spiel in Bielefeld kein Selbstläufer. Der Liganeunte mag vielleicht spielerisch nicht das stärkste Team der Liga sein, zeichnet sich aber durch Größe, Aggressivität und vor allem physische Stärke aus. "Die sind unter dem Korb besonders gut", weiß TG-Coach Pils, die deswegen über das ganze Feld verteidigen lassen will. Denn wer mehr Ballverluste des Gegners provoziert, kann schnelle Gegenstöße laufen, ohne dass der Gegner in der Verteidigungs-Formation steht. Weil das aber wohl kaum in jedem Angriff funktionieren wird, kommt es mehr denn je auf die Wurfquote aus dem Feld an. Gerade die war in Berlin mit 25 Prozent (19/74) nahezu unterirdisch. Das weiß auch Pils, die unter der Woche vermehrt Würfe aus dem Feld trainieren ließ. "Aber tun wir häufiger. Mal funktioniert es, mal nicht. Wichtiger ist, dass wir in der Defensiver wieder aktiver sind, dann kommt der Rest meist von ganz alleine."

(f95)