Leichtathletik : Dormagener Quartett bei der DM

Für Tanja Spill und Ituah Enahoro geht es in Nürnberg auch um die EM-Norm.

Zwei aus dem Quartett, das der TSV Bayer Dormagen nach Nürnberg schickt, dürfen sich Hoffnungen machen, beim „Heimspiel“ dabei zu sein.

Tanja Spill. Foto: Fotostand/Fusswinkel/Fotostand / Fusswinkel

Heißeste Anwärterin auf eine Medaille ist Tanja Spill. Eigentlich wäre die 22-Jährige mit dem Titelgewinn über 800 Meter an der Reihe, denn 2016 wurde sie Dritte, vor einem Jahr Zweite über diese Distanz. Doch als Favoritin geht ihre Dauerrivalin Christina Hering (LG Stadtwerke München) an den Start (Vorlauf am Samstag um 13.25 Uhr, Endlauf am Sonntag um 18.10 Uhr). Sie führt mit 2:00,48 Minuten auch die deutsche Bestenliste an und ist damit auch als einzige im Besitz der EM-Norm von 2:01,50 Minuten. Tanja Spill, die mit 2:02,26 Minuten auf Rang drei hinter der Leverkusenerin Sarah Schmidt (2:02,23) folgt, fehlen also nur knapp vier Zehntelsekunden zur Norm – ein schnelles Rennen dürfte also ganz in ihrem Sinne sein.

Die Berlin-Norm gleich zwei Mal in der Tasche hat Ituah Enahoro, im Zehnkampf und im Weitsprung. Hier zählt der 20-Jährige am Samstag ab 18 Uhr zu den Medaillenkandidaten. Mit 8,01 Meter liegt er auf Rang vier der vom Leverkusener Prothesenspringer Markus Rehm mit 8,47 Metern angeführten Bestenliste, die Disziplin-Spezialisten Stephan Hartmann (LG Nord Berlin, 8,20 Meter)n und Julian Howard (LG Karlsruhe, 8,14 Meter) folgen auf den Plätzen zwei und drei. Für Fabian Spinrath und Susan Robb, die beide wie Tanja Spill von Willi Jungbluth trainiert werden, dürfte vorrangiges Ziel sein, die Vorläufe über 800 Meter (Samstag, 13.40 Uhr) und 1500 Meter (Samstag 12.10 Uhr) zu überstehen.