Fußball : VfR Neuss sorgt für Eklat

In der Vorrunde H hat der VfR 06 Neuss für einen Turnierabbruch in der Sporthalle am Zonser Heidestadion gesorgt. Im Halbfinale gegen den FSV Vatan Neuss lag der VfR 20 Sekunden vor Spielschluss mit 2:3 zurück, als ein Spieler des A-Ligisten zu einer Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter ansetzte.

Daraufhin stürmten aggressive Anhänger des VfR das Spielfeld und gingen auf den Schiedsrichter los. Der anwesende Kreisfußballobmann Herbert Schumacher brach das Turnier daraufhin ab, zum Sieger wurde der TSV Bayer Dormagen erklärt, der sich im Halbfinale mit 2:1 gegen den TuS Hackenbroich durchgesetzt hatte.

"Wir mussten in erster Linie für die Sicherheit in der Halle sorgen. Die war leider nicht mehr gewährleistet, weswegen ich das Turnier abbrechen musste. Ich will aber betonen, dass sich der FSV Vatan nichts zuschulden hat kommen lassen und die Aktionen ausschließlich vom VfR ausgingen. Es tut mir leid, dass Vatan schuldlos ausscheiden musste", sagte Schumacher. Es war bei weitem nicht das erste Mal, dass Anhänger und Spieler des VfR in jüngster Vergangenheit negativ aufgefallen sind. "Trainer Günter Thiele hat sich bei uns entschuldigt. Trotzdem wird das natürlich ein Fall für die Spruchkammer", meinte Schumacher.

Carlos Perez, Trainer des TSV, hätte die Endrunde im heimischen Sportcenter lieber auf sportlichem Weg erreicht: "Wir hätten gerne noch das Finale gespielt, das haben wir auch angeboten. Ich habe aber volles Verständnis dafür, dass das Turnier abgebrochen wurde. Das waren schon sehr brisante Szenen." Mit der Leistung seines Teams, das dem VfR in der Gruppe noch mit 1:2 unterlegen war, war er zufrieden: "Wir haben uns ordentlich präsentiert. Gegen Hackenbroich war es im Halbfinale eng, wir waren aber effektiver und sind deswegen verdient weiter." Für die beiden Treffer sorgten Volker und Arne Helm.

(pas-)