VfR Büttgen trauert um Tischtennislegende Gerhard Apitzsch

Tischtennis : VfR Büttgen trauert um Sportlegende Gerhard Apitzsch

VfR-Abteilungsleiter Hermann-Josef Tombrink: „Der VfR Büttgen verliert mit Gerhard Apitzsch ein überaus engagiertes Mitglied. Er hat mit der Jugendarbeit und den Tätigkeiten als Kassierer, Sport- und Materialwart sehr viel für die TT-Abteilung geleistet und mit seinem sportlich fairen Verhalten und den großen spielerischen Erfolgen viel für das Image des VfR Büttgen, insbesondere für die Tischtennis Abteilung, getan. Dafür sind wir ihm zu großen Dank verpflichtet und werden sein Andenken in Ehren halten.“

Gerhard Apitzsch hat sein Leben dem Sport gewidmet. Noch mit 90 Jahren nahm er als Spieler an einer Weltmeisterschaft teil. Sein letzter großer Coup war 2016 der Gewinn der Silbermedaille im Doppel in der Ü90-Altersklasse bei der WM in Alicante. In seinem langen Leben kehrte der leidenschaftliche Tischtennis-Spieler immer wieder von nationalen und internationalen Wettkämpfen mit Medaillen und Pokalen zurück in die Heimat zum VfR Büttgen. Für den Verein in Kaarst spielte er über 40 Jahre, wurde angesichts seiner großen Verdienste zum Ehrenmitglied. Jetzt verstarb Gerhard Apitzsch in der Nacht vom 9. auf den 10. Mai im Alter von 92 Jahren.

1959 hatte es den gebürtigen Eisenacher aus Thüringen in den Westen gezogen. Zunächst machte er Station in Solingen, dann ging es weiter nach Büttgen. Hier trat er 1975 dem VfR. Mit seinen ganz speziellen Schlägerbelägen war er für die jüngeren Spieler oft eine harte Nuss und seine Abwehr schwer zu knacken. Als Trainer hat er dem Nachwuchs über viele Jahre mit einer gewissen Strenge erklärt, wie es richtig geht. Auch den Älteren gab er gern den Rat, nicht so viel anzugreifen, sondern auf Sicherheit zu spielen. Neben den sportlichen Aufgaben hat er diverse Ämter in der TT-Abteilung übernommen. Er hat sich um die Finanzen gekümmert, war lange Zeit als Sportwart aktiv. „Bis zuletzt hat er sich um das Material der Abteilung gekümmert oder,  wie es seine Frau Rita ausdrückt, „die kaputten Sachen repariert“. Seine letzte große sportliche Leistung, der Gewinn der Silbermedaille in Alicante, markiert aber auch einen Bruch in seinem Leben. Auf der Rückfahrt zum Flughafen brach er ohnmächtig zusammen und musste einige Tage im Krankenhaus in Spanien behandelt werden. Danach kränkelte er des Öfteren und kam im Laufe der Zeit immer seltener zum Training. Zuletzt sah man ihn noch gelegentlich bei den Meisterschaftsspielen der 1. Herrenmannschaft des VfR Büttgen. Das Interesse am Tischtennis war nicht erloschen, doch die Physis hatte stark gelitten.

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