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VfL Jüchen/Garzweiler verliert im Niederrheinpokal

Fußball : Jüchen ist nicht effektiv genug

VfL nutzt beim 0:2 gegen Hiesfeld im Fußball-Niederrheinpokal seine Chancen nicht.

Da war mehr drin. Der VfL Jüchen/Garzweiler hat seinen Saisonauftakt bei der 0:2-Niederrheinpokalpleite (0:1) gegen den Oberligisten TV Jahn Hiesfeld vergeigt. „Das ist schade, weil die Möglichkeiten zum Ausgleich und sogar zur Führung da waren“, fand Michele Fasanelli. Der Trainer des Landesligisten analysierte treffend: „Hiesfeld war einfach effektiver als wir. Ein Oberligist schlägt halt sofort zu, wenn er die Chance dazu bekommt.“

Gegen die Dinslakener Veilchen, im Vorjahr immerhin lange mit im Rennen um den Regionalliga-Aufstieg, machte der VfL vor 150 Zuschauern ein gutes Spiel, ließ wenig zu und konterte immer wieder gefährlich. „Wir haben es geschafft, viele Gegenangriffe zu starten, das war gut. Leider hat dann aber oft die Konsequenz gefehlt“, fand Fasanelli. So vergab der aus Uedesheim gekommene Kevin Dyla, neben den Gierathern Jochen Schumacher und Dominik Lingweiler sowie Sven Raddatz vierter Neuzugang in der Startelf, aus aussichtsreicher Position. Die Gäste machten es besser: Nachdem Baris Gürpinar für den geschlagenen Torwart Lingweiler gegen Gino Mastrolonardo noch rettete, führte die anschließende Ecke zum Erfolg. Mastrolonardo fand den Kopf des ungedeckten Pascal Spors, der zur Führung einnickte (39.).

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Nach der Pause hätte vor allem Stürmer Thorben Schmitt für den Ausgleich sorgen müssen, als er nach klugem Zuspiel Sven Rixens plötzlich frei vor dem Tor stand (55.). Kurz darauf verabschiedete sich Sven Raddatz nach einem angedeuteten Kopfstoß mit der Roten Karte – das Landesliga-Lokalduell gegen seinen Heimatverein SC Kapellen in drei Wochen könnte der 33-jährige damit verpassen. „Der Platzverweis nervt mich extrem. Es war kein Kopfstoß, das hat auch der Gegenspieler zugegeben. Da hätte man mit etwas mehr Fingerspitzengefühl auch Gelb geben können“, fand Fasanelli.

Auch in Unterzahl hatte Jüchen allerdings noch zwei dicke Ausgleichschancen: Erst setzte Schmitt das Leder aus 20 Metern gefühlvoll nur hauchdünn am Tor vorbei (63.), dann kam der eingewechselte Simon Sommer am langen Pfosten völlig frei zum Kopfball, verfehlte aber ebenfalls das Gehäuse (75.). Im Gegenzug machte Marvin Weßelburg mit dem 2:0 den Deckel auf die Partie. Sein Schuss war von Philipp Erkes entscheidend abgefälscht und wurde damit zur unhaltbaren Bogenlampe. „Wir haben gegen einen gestandenen Oberligisten gut gespielt, deswegen bin ich relativ zufrieden“, resümierte Fasanelli. „Bitter ist es trotzdem, denn wir waren hier heute nicht die schlechtere Mannschaft.“