Sperrungen über das Gewicht vornehmen?: Verbot für Laster in der Diskussion

Sperrungen über das Gewicht vornehmen? : Verbot für Laster in der Diskussion

Eine mögliche Entschärfung der Verkehrssituation auf der Rhedung beschäftigte den Bau- und Verkehrsausschuss jetzt erneut, nachdem sich das Gremium zuletzt Ende August damit befasst hatte. Ging es seinerzeit um einen - letztlich abgelehnten - Antrag der Fraktion "Die Aktive", so meldeten sich diesmal die CDU und eine Elterninitiative zu Wort. Mehr Sicherheit für die Schüler der Kleinenbroicher Maternus-Schule forderten im Ausschuss 28 Eltern: Sie setzen auf eine Änderung der Vorfahrtsregelung im Kreuzungsbereich.

Eine mögliche Entschärfung der Verkehrssituation auf der Rhedung beschäftigte den Bau- und Verkehrsausschuss jetzt erneut, nachdem sich das Gremium zuletzt Ende August damit befasst hatte. Ging es seinerzeit um einen - letztlich abgelehnten - Antrag der Fraktion "Die Aktive", so meldeten sich diesmal die CDU und eine Elterninitiative zu Wort. Mehr Sicherheit für die Schüler der Kleinenbroicher Maternus-Schule forderten im Ausschuss 28 Eltern: Sie setzen auf eine Änderung der Vorfahrtsregelung im Kreuzungsbereich.

Nach dem Willen der Union soll die Verwaltung ein Konzept erarbeiten, das die Rhedung vom Schwerlastverkehr entlastet. Einen neuen Ansatzpunkt dafür sieht die CDU insbesondere dadurch, dass sich infolge der Erschließung des Holzkamp-Geländes inzwischen durch die Kreisstraße 35n eine neue Verkehrssituation ergeben habe, "die auch zu neuen Möglichkeiten der Verkehrslenkung führen kann", wie es in dem CDU-Antrag heißt.

Demgegenüber fordern 28 Eltern, deren Kinder die Maternus-Schule besuchen, "eine Entschärfung der bestehenden Gefahrensituation an der Kreuzung Martinshütter Weg, Am Hallenbad und Rhedung durch Änderung der Vorfahrtsregelung". In beiden Richtungen sollte den Eltern zufolge der Rhedung der bisherige Status einer Vorfahrtstraße genommen werden. Eine konkrete Entscheidung traf der Ausschuss diesmal noch nicht, sondern erteilte der Verwaltung einen umfassenden Prüfauftrag.

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Rolf Offermanns, der Leiter der Polizeiwache Korschenbroich, gab zu bedenken, dass es im Bereich der Rhedung zuletzt "keinen einzigen Unfall mit Fußgängern gegeben habe". Ein weiterer Einwand Offermanns' gegenüber einer möglichen Sperrung für den Schwerlastverkehr: Lastwagen seien inzwischen durchgängig mit einem Navigationssystem ausgestattet, an das sich die Fahrer ungeachtet aller Hinweisschilder auch hielten: "Man sollte die Macht der Schilder nicht überschätzen", meinte der Leiter der Korschenbroicher Polizeiwache.

Peter Drüll (Die Aktive) verspricht sich mehr Durchschlagskraft solcher Verbote, wenn Sperrungen über das Gewicht vorgenommen würden: Nicht ortskundige Fahrer würden das Risiko etwaiger Brücken oder anderer Hindernisse letztlich doch scheuen, so Drüll weiter. Bürgermeister Heinz Josef Dick zeigte sich skeptisch, ob dem Sicherheitsbedürfnis der Bürger durch die diskutierten Maßnahmen tatsächlich Rechnung getragen werden könne: Auf das Beispiel Glehns verweisend, regte er die Einrichtung von Elternlotsen an.

"Die Leitung der Kinder über die Straße ist immer noch das Beste", meinte der Bürgermeister, dem Ulrich Menn (UWG) hierin ausdrücklich beipflichtete. In Glehn funktioniere der Lotsendienst der Eltern seit bald 30 Jahren und in Liedberg habe er sich inzwischen auch eingebürgert. Angesichts seiner Erfahrungen als ehemaligem Schulleiter zeigte sich Menn jedenfalls überzeugt von der Richtigkeit der Devise "Hilf Dir selbst, dann wird Dir geholfen".

Peter Drüll reklamierte das politische Copyright der CDU-Initiative für "Die Aktive": Deren Antrag auf Einrichtung einer Querungshilfe sei Ende August regelrecht "abgebügelt worden", meinte Drüll, der süffisant anmerkte, dass die Kreisstraße 35n doch bereits vor dem Termin der damaligen Sitzung in Betrieb gegangen sei. "Warum eine Sache besser ist, nur weil sie von der CDU kommt, kann ich nicht einsehen", meinte Peter Drüll.

Widerspruch gab es von Hans-Willi Türks (CDU), dem zufolge es bei den beiden Anträgen um unterschiedliche Bereiche der beiden Straßen gegangen sei. Vom Urheberrecht einmal abgesehen, gab es in der Sache selbst keinen Dissens - der Auftrag an die Verwaltung wurde einstimmig erteilt. (S. M.)

(NGZ)
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