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Korschenbroich: Vera Bolten will Heimat-Konzert

Korschenbroich : Vera Bolten will Heimat-Konzert

Sie keift, sie poltert, sie kokettiert, sie flirtet und sie tut vor allem eines: Sie singt. Die Korschenbroicherin Vera Bolten ist immer dann ganz in ihrem Element, wenn sie Gesang und Schauspiel verbinden kann. Das tat sie jetzt wieder bei der monatlichen Veranstaltungsreihe "Mondays Night" im Restaurant Montanaros in Düsseldorf direkt am Capitol-Theater.

Eine Stimme wie Cyndi Lauper

Ihre Kollegin und Weggefährtin Anna Montanaro organisiert die Abende und hatte die 35-Jährige vor nicht mal vier Wochen angerufen und gefragt, ob sie nicht einen Abend mit ihren Lieblingsliedern gestalten wolle. Spontan sagte die Sängerin zu. Sie lebt mit ihren beiden Kindern (vier und zehn Jahre alt) nach einem kurzen Abstecher nach Berlin — wo sie an der Universität der Künste zur Musicaldarstellerin ausgebildet wurde — in Korschenbroich. Die Künstler, die im Restaurant Montanaros auftreten, haben freie Hand, welche Stücke sie präsentieren. So war das Potpourri aus Musicalsongs und Chansons dann auch ein Blick in die ganz persönliche Hitliste von Vera Bolten, angefangen bei Cyndi Laupers Riesenerfolg "Time after Time": "Mir haben immer wieder so viele Leute das Kompliment gemacht, dass ich eine Stimme wie sie habe, dass ich dachte: ,Mensch, singe ich auch mal was von ihr'", erklärte Bolten ihre Auswahl. Auch melancholische Stücke zum ersten richtigen Liebeskummer der Welt "Sterne im Regen" (aus dem Musical: "Die Tagebücher von Adam und Eva") und ironisch-witzige Lieder wie die aus der Inszenierung "Eine Woche voller Samstage" waren dabei.

Dafür steht die Frau mit den langen rotblonden Haaren derzeit in Neersen auf der Bühne und spielt dort die Rolle der Frau Rotkohl. Mit Haargummi, dunkler Brille, blauem Kittel und einem ordentlichen Schuss derben Humors verwandelt sich Bolten so auf der Bühne flux in das niederrheinische Original — und hat sichtlich Spaß dabei. Einige Lieder später wirft sie sich einen Schal um und wird zur russischen Geschäftsfrau Doris. "Ich mag gerade diese Art von Figuren", sagte Vera Bolten.

Gerne würde sie mal ein großes Konzert in diesem Stil in ihrer Heimat geben. "Da ist noch nichts konkret, aber ich möchte da schon mit dem Kulturamt reden", sagte sie. In Düsseldorf vor dem bunt gemischten Publikum kam ihre Wandelbarkeit auf jeden Fall gut an: Das Café war mit mehr als 100 Gästen richtig gut gefüllt.

(NGZ/ac)