Lokalsport : VdS schießt Hackenbroich ab

Das 8:0 (Halbzeit 4:0) des Bezirksligisten VdS Nievenheim beim TuS Hackenbroich war bereits der dritte Kantersieg in Folge. Während der TuS damit abgestiegen ist, wird sich der VdS den Aufstieg wohl nicht mehr nehmen lassen.

Hackenbroich Mit einer Kraftdemonstration hat der VdS Nievenheim einmal mehr untermauert, dass er in der Bezirksliga nichts mehr zu suchen hat. Im Dormagener Derby nahm der Spitzenreiter den TuS Hackenbroich mit 8:0 (4:0) auseinander und schoss den Lokalrivalen damit endgültig in die Kreisliga A. Der VdS selber benötigt nur noch einen Sieg gegen den VfB Korschenbroich, um den Aufstieg in die Landesliga perfekt zu machen.

Schon in der ersten Minute gingen die Gäste durch einen abgefälschten Schuss von Salva Franciamore in Führung, Markus Paffendorf legte postwendend nach (5.). Zwischen den beiden Toren scheiterte der Hackenbroicher Stürmer Manuel Frank mit einer Riesenchance an Torwart Timo Brandes, der auch gegen Paul Jarosch (48.) und Jens Skrzypczyk (65./80.) überragend parierte.

Ohnehin lag es nur an Brandes, dass bei den Nievenheimern am Ende die Null stand. Denn trotz des spielerischen Klassenunterschiedes offenbarte der VdS in der Defensive nicht zum ersten Mal erstaunliche Schwächen. "Für mich war Timo heute der stärkste Spieler auf dem Platz", lobte Trainer Varol Besikoglu. Und das will schon was heißen, brannte die Offensive angekurbelt von und Kai Pelzer und Salva Franciamore doch ein wahres Feuerwerk ab: Franciamores gleichnamiger Cousin, genannt "Sa", erhöhte per Foulelfmeter (27.) und Flugkopfball (52.) auf 4:0, Salva glich im familieninternen Duell kurz darauf mit einem wunderschönen Fernschuss wieder aus. Kurz vor Schluss stellten die eingewechselten André Becker, Marcel Poullie und Marek Koziatek den 8:0-Endstand her.

Trotz des mehr als deutlichen Endergebnisses machten die Hackenbroicher aber absurderweise gar kein so schlechtes Spiel, erarbeiteten sich Möglichkeiten und nahmen die Zweikämpfe an – zweifellos ein Anzeichen für die Klasse der Gäste. "Wenn es 8:4 ausgeht, ist das auch in Ordnung", meinte TuS-Trainer Jörg Spillmann, für den es nach über zehn Jahren in Hackenbroich das letzte Heimspiel war. "Aber am Ende gibt die Qualität halt den Ausschlag. Wo die Nievenheimer einen Ball eiskalt verwandeln, schießen wir den Torwart an."

Nicht zuletzt wegen der mangelhaften Chancenauswertung steht der TuS nun als Absteiger fest. Wäre die Mannschaft häufiger mit der Einstellung von gestern angetreten, wäre das wohl zu verhindern gewesen. Überhaupt war es die fehlende Einstellung, die Spillmann schon seit Monaten bei seinen Spielern bemängelte. Dirk Hermes, derzeit noch Torwart beim SC Kapellen II, wird sich als neuer Trainer um den Neuanfang in der Kreisliga A kümmern. Laut Geschäftsführer Peter Fücker soll die Mannschaft deutlich verjüngt werden und in zwei, drei Jahren wieder oben mitspielen.

(NGZ)