Lokalsport: VdS Nievenheim kämpft, aber gewinnt nicht

Lokalsport : VdS Nievenheim kämpft, aber gewinnt nicht

Landesliga-Fußballer des VfL Jüchen/Garzweiler knacken endlich 40-Punkte-Marke. SC Kapellen ist sauer auf den TSV Meerbusch II.

Immerhin ungeschlagen blieben die für den Fußball-Kreis 5 Grevenbroich/Neuss in der Landesliga tätigen Vereine gestern.

VfL Jüchen/Garzweiler - VSF Amern 2:2 (1:1). Mit dem Remis hat Jüchen endlich die für den Klassenverbleib bislang stets reichende 40-Punkte-Marke geknackt. Zufrieden war Trainer Michele Fasanalli aber wiederum nicht. "Wir müssen nach einer halben Stunde mit 4:0 führen", haderte er. Mehr als der Führungstreffer von Fatlum Ahmeti in der fünften Minute sprang jedoch nicht heraus. Lässlichkeiten, die Tobias Bruse unmittelbar vor dem Seitenwechsel mit dem Ausgleich bestrafte. Obwohl die Hausherren auch nach Wiederbeginn drückend überlegen waren, gerieten sie durch das Tor von Daniel Friesen sogar mit 1:2 (60.) ins Hintertreffen. "Und danach haben wir Glück, dass Amern nicht noch das 3:1 oder 4:1 macht", räumte Fasanelli ein. Erst mit Ahmetis 2:2 (76.) endet die Drangphase der in Abstiegsgefahr schwebenden Gäste. Dass seine Elf in der Schlussphase weitere Großchancen ausließ, ärgerte Fasanelli kolossal: "Da stellen wir uns einfach dämlich an. Uns fehlt es einfach an der Qualität im Abschluss."

TSV Meerbusch II - SC Kapelllen 1:1 (0:1). SCK-Trainer Oliver Seibert nötigte die Vorstellung seines Teams Respekt ab: "Obwohl für uns nach oben oder unten nichts mehr geht, zeigt die Mannschaft nach wie vor einen unfassbaren Willen." Auf die um den Klassenverbleib kämpfenden Gastgeber war er indes nicht so gut zu sprechen. Vor dem Treffer zum 1:1 (83.) durch Steffen Drees hätte der TSV genug Zeit gehabt, um den Ball ins Seitenaus zu schießen, damit der verletzt im Strafraum liegende Kapellener Philip Suhr hätte versorgt werden können. "Dass der Gegner das nicht gemacht hat, ist für mich grob unsportlich", stellte Seibert verärgert fest, "zumal wir das vorher getan haben, obwohl wir freie Bahn zum Tor gehabt hätten." In der Nachspielzeit der ersten Hälfte waren die ohne die angeschlagenen Routiniers Robert Wilschrey und Sven Raddatz angetretenen Gäste durch ein Eigentor von Daniel Klinger in Front gezogen. Seibert: "Allerdings wäre sonst auch Maximilian Kuznik zur Stelle gewesen." Der hat seinen Vertrag im Erftstadion im Übrigen ebenso verlängert wie Robert Wilschrey und der junge David Balaban.

MSV Düsseldorf - VdS Nievenheim 1:1 (0:0). Nievenheim musste ohne Nils Mäker (großer Zeh gebrochen) und Nils Dübbert (Gelbsperre), den es im Juli als vierten Spieler des VdS zum SC Kapellen zieht, ran. Derweil ätzte der verletzte Goalgetter Kevin Scholz (Muskelfaserriss) am FuPa-Liveticker schon vor Spielbeginn: "Jannik Schulte ist übrigens im Urlaub. Und wenn man Alex Hauptmann beim Warmmachen sieht, sieht man, dass er mit den Kopf woanders zu sein scheint ..." Beide Kicker wechseln wie Mäker im Sommer zum Lokalrivalen SC Kapellen. Ob die beiden Vereine dann noch in einer Liga spielen, ist seit gestern mehr als fraglich, denn nach der siebten sieglosen Partie in Folge ist Nievenheim als Zwölfter nur noch einen Punkt besser als Viersen auf dem vorletzten Tabellenrang. Trainer Michele Lepore sieht die Sache natürlich anders, denn gleichzeitig ist er mit seiner Truppe auch seit drei Spielen ungeschlagen. "Für die Zuschauer war das ein sehr attraktives Spiel, das auch 12:12 hätte ausgehen können", sagt er. Ganz viel Pech hatte Marcus Buchen, nach seinem Kreuzbandriss zum ersten mal wieder dabei, mit einem Schuss an die Latte (20.). Für den MSV setzte Jaouad Jaha das Leder an den Innenpfosten (37.). Glücklicher war sein Teamkollege Astrit Hyseni in der 65. Minute beim 1:0. Dass er trotz seines feststehenden Wechsels noch voll bei der Sache ist, stellte Alexander Hauptmann mit dem 1:1 (85.) unter Beweis. Lepore: "Ich hoffe einfach, dass bei uns irgendwann der Knoten platzt."

(NGZ)
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