Fußball : VdS hat Aufstieg in der Hand

Bezirksligist VdS Nievenheim kann den Aufstieg vor dem Lokalduell beim TuS Hackenbroich wieder aus eigener Kraft schaffen. Die Gastgeber hingegen würden im Falle einer Niederlage definitiv als Absteiger feststehen.

Gerade einmal zwei Spieltage ist es her, da glaubten beim VdS Nievenheim wohl nur noch die größten Optimisten an den Aufstieg in die Fußball-Landesliga. Der VdS hatte 1:2 beim SC Kapellen II verloren — angesichts eines Rückstandes von vier Punkten auf den Tabellenführer ASV Süchteln schien die Saison gelaufen. Zwei Nievenheimer Kraftdemonstrationen (9:2 gegen Holt und 7:0 gegen Delhoven) und zwei Süchtelner Patzer (je 1:1 gegen Fortuna und Giesenkirchen) später steht der VdS vor dem Duell beim TuS Hackenbroich am Sonntag (15 Uhr) aber unverhofft wieder an der Spitze.

"So läuft's halt manchmal im Sport. Doch genauso wie wir damals nicht aufgegeben haben, lassen wir uns jetzt auch nicht von der Tabelle blenden", legt Trainer Varol Besikoglu die Konzentration einzig und allein auf das bevorstehende Derby. Beim Vorletzten erwartet der Coach eines der kompliziertesten Saisonspiele, wäre Hackenbroich bei einer Niederlage doch abgestiegen: "Das wird eine sauschwere Aufgabe. Für Hackenbroich ist es die letzte Chance, die werden alles geben." Eine Auffassung, die sein Gegenüber Jörg Spillmann nicht teilt. "Wir haben nicht den Hauch einer Chance und haben uns schon mit dem Abstieg abgefunden. Unser Ziel ist es, uns nicht komplett versohlen zu lassen", bleibt der ehemalige Profi von Fortuna Düsseldorf realistisch.

Daher lässt er auch eventuelle Überlegungen, gegen die technisch fraglos beschlageneren Nievenheimer auf den Aschenplatz auszuweichen, gar nicht erst zu. "Das wäre respektlos und würde doch sowieso nichts bringen." So werden die Gäste (schon 96 Saisontore) ihr gewohnt temporeiches und schnörkelloses Offensivspiel aufziehen können — gut möglich, dass sie schon am Sonntag die 100 Tore vollmachen.

Von der Beschaffenheit des Platzes will der VdS sich aber ebenso wenig ablenken lassen wie von der Tatsache, dass Süchteln bereits heute (20 Uhr) in Kapellen vorlegen kann. "Wir schauen nur auf uns und wollen unsere Leistung bringen, egal wo und gegen wen", sagt Besikoglu. Dennoch kann er aus Kapellen Schützenhilfe erwarten: "Es wäre schön, wenn wir einem Kreisvertreter helfen könnten. Wir wollen mindestens einen Punkt holen", kündigt SCK-Trainer Carlos Perez volles Engagement an. Der ASV Süchteln hat schon auf die jüngste Schwächephase reagiert, Trainer Axel Malchow wird zur neuen Saison von Frank Mitschkowski (bisher Coach beim Niederrheinligisten 1. FC Viersen) ersetzt. Nievenheim hat es nun in der Hand, dass der sein Debüt in der Bezirksliga feiern muss.

(NGZ)