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US-Nationalteam: Negativer Corona-Test bei Hüter-Brüdern aus Dormagen

US-Nationalspieler aus Dormagen : Corona-Test bei Hüter-Brüdern fällt negativ aus

Bei der US-amerikanischen Handball-Nationalmannschaft traten im Trainingslager in Dänemark etliche Corona-Fälle auf. Dennoch soll eine Mannschaft zur WM nach Ägypten entsandt werden.

Als sich am Dienstag nach und nach die Neuigkeit verbreitete, dass die US-amerikanische Handball-Nationalmannschaft bei ihrem Trainingslager vor der Weltmeisterschaft in Ägypten von mehreren Corona-Fällen betroffen ist, suchte Björn Barthel, Geschäftsführer der Dormagener Zweitliga-Handballer, Kontakt zu Andreas Hertelt. Und der deutsche Teammanager der USA hatte zumindest teilweise gute Nachrichten für ihn. „Patrick und Ian Hüter sind nicht betroffen, ihre Tests waren negativ“, ließ Barthel mit Blick auf die beiden Führungsspieler des TSV wissen.

Die beiden waren Anfang vergangener Woche voller Vorfreude mit dem US-Team in ein Sporthotel nach Dänemark gereist, um sich für die Weltmeisterschaft einzuspielen. Für unsere Redaktion haben sie schon mehrfach in einem WM-Tagebuch von ihren Erlebnissen berichtet und dabei sogar erwähnt, dass es in Sachen Corona-Schutz von Vorteil sei, dass keine anderen Gäste im Hotel seien. So meinte Teammanager Andreas Hertel auch gegenüber Björn Barthel, dass sich niemand erklären könne, wie es zu den Infektionen gekommen sei. Allerdings setzt sich das US-Team aus Spielern aus 14 Nationen zusammen, die aus aller Herren Länder angereist sind. Die ARD-Sportschau berichtete am Dienstag auf ihrer Internetseite, dass es am Montag noch Schnelltests gegeben habe, die negativ ausgefallen seien. Erst ein PCR-Test am Abend habe positive Befunde gebracht, die dann am Dienstag durch einen erneuten Test abgesichert wurden. Neben zehn Spielern sind acht Personen aus dem Staff betroffen, darunter auch der schwedische Cheftrainer Robert Hedin.

Patrick Hüter teilte mit, dass sich die Spieler zur aktuellen Situation nicht äußern dürfen. Weil er und sein Bruder aber nicht infiziert sind, dürften sie zu der Gruppe von Spielern gehören, die die Amerikaner trotz allem zur WM entsenden wollen. „Wir schicken am Mittwoch zwölf Spieler nach Ägypten, aber wir haben keine Abwehr“, erklärte Robert Hedin gegenüber der norwegischen Zeitung Aftenposten. Schon am Donnerstag steht für die USA das erste Vorrundenspiel gegen Österreich auf dem Programm.

Große Probleme mit Corona-Fällen hat auch die tschechische Nationalmannschaft. Deswegen hatte schon am Wochenende der Dormagener Zweitligaspieler Jakub Sterba, der nachnominiert worden war, seine Teilnahme aus Sorge abgesagt. „Eine sehr mutige Entscheidung von Jakub, denn sportlich war das sicher eine große Chance für ihn“, erklärte Björn Barthel. So ist Sterba am Donnerstag beim Trainingsauftakt des TSV dabei.