Tausende Menschen werden erfrieren: Unterkünfte für Erdbebenopfer

Tausende Menschen werden erfrieren : Unterkünfte für Erdbebenopfer

Die humanitäre Hilfsorganisation "HELP - Hilfe zur Selbsthilfe" hat am Mittwoch weitere 200 000 Euro aus Spendenmitteln für Notunterkünfte in Kaschmir bereitgestellt. Mit dem Geld werden in zehn Bergdörfern des Distrikts Hajira in Pakistan einfache Häuser für rund 10 000 Menschen gebaut.

"Die Arbeit an den Unterkünften, die aus einfachen, lokal beschafften Wellblechen hergestellt werden, sollen noch vor Einbruch des Winters beendet werden", so HELP-Geschäftsführer Wolfgang Nierwetberg. Der Korschenbroicher hofft inständig, dass der von ihm gesteckte Zeitplan eingehalten werden kann. Vorausschauend hat er am Mittwoch das HELP-Team verstärkt und eine weitere Mitarbeiterin nach Pakistan entsandt. Die Situation in der Erdbeben-Region spitzt sich unterdessen immer weiter zu.

Einen Monat nach dem schwersten Erdbeben in der Geschichte der Region ist die Zahl der Todesopfer auf 75 000 gestiegen. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind 3,3 Millionen Menschen obdachlos. Die ungewöhnlich hohe Zahl der Obdachlosen stellt für die Hilfsorganisationen das größte Problem dar. "Wenn nicht schnell noch vor dem Winter sichere Unterkünfte geschaffen werden, sei mit einem weiteren Anstieg der Opferzahlen zu rechnen.

"Bei Minus-Temperaturen weit unter zehn Grad werden tausende Menschen in den Bergen erfrieren oder an Infektionen sterben", erklärt der Korschenbroicher Nierwetberg, der täglich mit seinem Projektkoordinator Harald Michalek in Islamabad in Kontakt steht. "HELP - Hilfe zur Selbsthilfe" ist eine von zehn Mitgliedsorganisationen des Bündnisses "Aktion Deutschland hilft", die bei Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten.

Deshalb wurde auch ein gemeinsames Aktionskonto eröffnet. Info Aktion Deutschland Hilft, Spendenkonto 10 20 30 Bank für Sozialwirtschaft BLZ 370 205 00 Stichwort: Erdbeben Südasien

(NGZ)
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