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Korschenbroich: Unges Pengste erstmals mit Rauchverbot

Korschenbroich : Unges Pengste erstmals mit Rauchverbot

Die Weichen sind gestellt – Unges Pengste kann gefeiert werden. Musik und Geselligkeit werden auch in diesem Jahr großgeschrieben. Allerdings müssen sich Besucher auf Neuerungen einstellen: Erstmals darf nicht geraucht werden.

Die Weichen sind gestellt — Unges Pengste kann gefeiert werden. Musik und Geselligkeit werden auch in diesem Jahr großgeschrieben. Allerdings müssen sich Besucher auf Neuerungen einstellen: Erstmals darf nicht geraucht werden.

Wenn Peter Schlösser an das letzte Korschenbroicher Schützen- und Heimatfest denkt, dann gerät er ein wenig ins Schwärmen. "Da stand das Dorf wieder hell im Sonnenglanz", sagte der Sebastianer-Präsident auf der gestrigen Generalversammlung der Bruderschaften St. Katharina und St. Sebastianus im gut gefüllten Gasthof Deuss. Auch in diesem Jahr soll Unges Pengste den Besuchern wieder Tage voller Höhepunkte bieten. Für eine erfolgreiche Umsetzung sind die Weichen gestellt.

Erneut wird Vielfalt bei der musikalischen Unterhaltung großgeschrieben. "Wir haben jeden Tag eine andere Band. Ich denke, da wurde eine gute Auswahl getroffen", sagte Musikverantwortlicher Albert Schmitten. So wird an allen fünf Tagen jeweils ab 20 Uhr zum Tanz im Festzelt mit den Bands "Area 41", "Wallstreet", "Joynova", "Seven Fools" und "Die Kleinenbroicher" gebeten. Die rund 64 000 Euro Gesamtinvestition für die Musik soll durch gut besuchte Auftritte refinanziert werden. "Musik ist ein großer Bestandteil von Unges Pengste, und das soll auch so bleiben. Darum hoffen wir auf viele Besucher", so Schmitten. Die Eintrittspreise bleiben unverändert, ausschließlich der Bierpreis erreicht in diesem Jahr erstmals die Marke von 1,50 Euro.

Aufgrund des neuen Nichtraucherschutzgesetzes in NRW werden die Festzelte in diesem Jahr zum ersten Mal rauchfrei sein. Plakate sollen auf die Neuerung aufmerksam machen — zudem werden keine Aschenbecher mehr aufgestellt. Dafür werden beim traditionellen Feuerwerk wieder eine Menge Rauch und spektakuläre Effekte auf dem Matthias-Hoeren-Platz zu bestaunen sein. Es ist für Pfingstsamstag geplant, Beginn 22.45 Uhr.

Eine Premiere feiert Marc Zimmermann, neuer Pfarrer der GdG Korschenbroich, der zum ersten Mal am Korschenbroicher Heimatfest teilnehmen wird. Auf der Generalversammlung, zu der auch Bezirksbundesmeister Horst Thoren und Bundestagsabgeordneter Ansgar Heveling erschienen, richtete der 41-Jährige einige Grußworte an die Bruderschaften. "Ich weiß, welchen Stellenwert die Schützenbruderschaften in Korschenbroich haben, darum genieße ich die Vorfreude und freue mich aufs gemeinsame Kennenlernen", so Zimmermann.

Nach der harschen Kritik vom Vorjahr an der Entscheidung der GdG, nur noch eine Fronleichnamsprozession abzuhalten, konnten die Gemüter nun ein wenig beruhigt werden. Bereits im Januar setzten sich Kirchenvertreter und die Bruderschaften an einen Tisch, um eine Möglichkeit zu finden, die fünf Pfarrgemeinden unter einen Hut zu bringen. "Wir müssen uns damit anfreunden, dass sich die Organisation der Fronleichnamsprozession in einem Wandel befindet", erklärte Peter Schlösser, der jedoch die rege Teilnahme an der Prozession im vergangenen Jahr in Pesch in höchsten Tönen lobte.

Auch die Vorbereitungen für Unges Pengste seien äußerst positiv verlaufen. Die Vorfreude auf das Fest war Peter Schlösser deutlich anzumerken — schließlich soll auch in diesem Jahr wieder das ganze Dorf hell im Sonnenglanz stehen.

(NGZ)