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Ungeliebte Favoritenrolle für TSV Bayer Dormagen in Emsdetten

2. Handball-Bundesliga : Dormagen scheut die Favoritenrolle

Nach der Niederlage beim HSV geht es für die Zweitliga-Handballer des TSV schon am Freitag nach Emsdetten. Die Gastgeber konnten bislang erst fünf Punkte holen.

Die gute Nachricht erreichte die Zweitliga-Handballer des TSV Bayer Dormagen am Donnerstagnachmittag. Die Corona-Tests bei allen Spielern und Mitgliedern des Trainer- und Betreuerteams sind negativ ausgefallen, so dass der Fahrt zum nächsten Auswärtsspiel am Freitagabend (19.30 Uhr) beim TV Emsdetten nichts im Wege steht.

Wobei die Wahrscheinlichkeit gering war, sich nach dem jüngsten Spiel am Dienstag beim HSV Hamburg anzustecken. „Schließlich waren wir nur unter uns bei der Rückfahrt im Bus. Und die kurze Zeit, die wir wieder in Dormagen sind, haben wir auch nur trainiert und waren bemüht, unnötige Kontakte zu vermeiden“, meinte TSV-Coach Dusko Bilanovic. Das ist ein Vorteil einer englischen Woche, wobei mit Blick auf die Partie gegen Emsdetten wohl der Nachteil überwiegt, dass die TSV-Spieler ein zusätzliches Spiel in den Knochen haben, während die Emsdettener deutlich mehr Zeit hatten, sich zu erholen. Interessanterweise unterlagen sie vorigen Samstag beim HSV knapp mit 22:23, während die Dormagener bei den Hamburgern mit 26:33 ihre bislang höchste Saisonniederlage kassierten. Wahrscheinlich ist auch das ein Grund, wieso Dusko Bilanovic nicht so ohne Weiteres bereit ist, die Favoritenrolle seines TSV zu akzeptieren. Dabei konnten die Emsdettener aus elf Spielen bislang nur fünf Punkte sammeln und rangieren damit auf Rang 17 der Tabelle, während Dormagen mit 10:8 Zählern auf Rang sieben steht.

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„Die Tabelle sagt zwar, dass wir Favorit sind, aber Emsdetten hat einige richtig gute Spieler in seinen Reihen und den Heimvorteil“, erklärt Bilanovic. So hätten die Gastgeber zum Beispiel Kreisläufer Frederic Stüber vom Erstligisten Ludwigshafen verpflichtet. „Die bewegen sich auf Augenhöhe“, will der TSV-Coach festgehalten wissen. Dass er Respekt vor dem Gegner hat, ist Bilanovic als fairem Sportsmann abzunehmen, doch das Starkreden des Gegners könnte auch damit zu tun haben, dass sich seine Mannschaft erfahrungsgemäß sehr schwer tut, wenn von ihr ein Sieg erwartet wird. In seiner extremen Ausformung war das in dieser Saison bei den Niederlagen gegen die beiden Aufsteiger Dessau und Fürstenfeldbruck zu beobachten. Dagegen konnte Dormagen in der Außenseiterrolle bislang weitgehend überzeugen.

Auch beim HSV sah es lange so aus, als könnte der TSV gegen das Topteam vielleicht etwas Zählbares mit in die Heimat nehmen. Doch eine kurze Schwächephase in der zweiten Spielhälfte machte alle Hoffnungen zunichte. Die Niederlage war nur kurz Thema in der restlichen Trainingswoche, dennoch hat Bilanovic auch etwas Positives mitgenommen: „Das Hamburger Trainerteam hat uns gesagt, dass wir der bislang stärkste Gegner waren.“ Daran soll sein Team auch in Emsdetten anknüpfen, denn trotz aller Achtung des Gegners steht für ihn fest: „Auch da wollen für die Punkte holen.“ Dabei helfen kann wieder Linksaußen Pascal Noll, der nach auskurierter Handverletzung in den Kader zurückkehrt.