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Unfall bei Tempo 200 für Simone Schuft in China

Rennboot : Unfall bei Tempo 200 in Xiangyang

Simone Schuft überschlägt sich mit ihrem Rennboot beim Grand Prix in China.

Wie gut, dass Simone Schuft schon eine ganze Weile im Geschäft ist. Ohne diese Erfahrung hätte sie der Trainingsunfall und das bittere Aus beim Grand Prix im chinesischen Xiangyang sicher übel aus der Fassung  gebracht.

Den Überschlag mit ihrem 350 PS-starken Formel 1-Rennboot bei Tempo 200 kommentierte sie freilich lakonisch: „Wer nie abgehoben hat, der war noch nie wirklich schnell.“ Dabei war die seit dieser Saison beim italienischen Team Blaze Performance unter Vertrag stehende Neusserin, ausgestattet mit einem neuen Motor und einem noch nicht getesteten Propeller, äußerst zuversichtlich in die Qualifikation gegangen. „Das Konzept schien zu passen, der Propeller kam sowohl mit der Geraden als auch mit den Kurven besser zurecht als seine Vorgänger und der Motor lief mit voller Kraft, so dass ich von Runde zu Runde schneller und mutiger wurde.“ In der 14. Trainingsrunde dann der Schock: „Ich bin wohl einen Wimpernschlag zu weit gegangen, denn mit einem Mal hob der Katamaran am Ende der Gerade ab und wirbelte durch die Luft, überschlug sich und drehte sich mehrfach um die eigene Achse.“ Damit war nicht nur das Training zu Ende, sondern dummerweise auch der Grand Prix, der nur zwei Stunden gestartet wurde. Das war der Pilotin sofort klar: „Es blieb nicht mehr genug Zeit, um die Risse an der Rumpfseite zu reparieren.“ Das Team machte sich indes sofort an die Arbeit und meldete bis zum Abend Vollzug, so dass Simone Schuft sicher ist: „Dem nächsten Rennen steht nichts im Wege.“

Als Fehlschlag wollte sie den Trip nach Asien nicht verbuchen: „Klar, es wäre schön gewesen, zu sehen, was möglich gewesen wäre, aber ich bin nicht frustriert. Denn dieses Jahr ist nach wie vor angelegt als Lern- und Trainingssaison – und da sind wir auf einem guten Weg.“ Den Spruch „kein Race für Team Blaze“ möchte sich nicht noch mal hören.