Jüchen : Umsiedlungsorte werden grün

Jüchen In den Umsiedlungsbeiräten Otzenrath-Spenrath und Holz steht die Bepflanzung der neuen Dörfer seit Jahr und Tag an prominenter Stelle auf der Tagesordnung und sorgte nicht selten für lang anhaltende Diskussionen. Diese Zeiten gehen nun unwiderruflich ihrem Ende entgegen.

Nach Auskunft der Gemeindeverwaltung werden in Otzenrath-Spenrath die Arbeiten zur abschließenden Begrünung in Kürze beginnen. Auch Holz wird grün: Wie Rathaussprecher Norbert Wolf sagt, wird dort "der Großteil der innerörtlichen Grünflächen erstellt, die sowohl der Nah- und Feierabenderholung als auch ökologischen Ausgleichsfunktionen" dienen sollen. Die Arbeiten werden nach Wolfs Worten in beiden Ortschaften im Sommer beginnen und sollen nach der Pflanzperiode 2006 / 2007 bis Mai nächsten Jahres abgeschlossen sein.

Das Zentrum von Holz wird der Dorfmittelplatz bilden, auf dem sich auch die Kapelle befinden soll. Diese wird von einer Doppelreihe aus Säulen-Hainbuchen begleitet, während ein westlich gelegenes Baumkarree an Alt-Holz erinnern soll. Die im Umsiedlungsort geplante Grünverbindung wird von der Randstraße im Norden bis an den Siedlungsrand von Hochneukirch im Süden führen.

Drei Teilflächen werden einen unterschiedlichen Vegetationscharakter aufweisen. Im nördlichen Bereich entstehen auf einer Fläche von mehr als 13 000 Quadratmetern von Krautfluren begleitete, waldähnliche Gehölze. Zudem wird diese Fläche als Wegeverbindung zwischen Bushaltestelle und Augustastraße fungieren. Südlich der Augustastraße schließt sich eine gut 5500 Quadratmeter umfassende Fläche an, auf der sich auch der neue Spielplatz befinden soll.

Ein 350 Quadratmeter großer Bereich soll Kindern bis zum Alter von fünf Jahren Spielmöglichkeiten bieten. Für die älteren Jungen und Mädchen wird eine 740 Quadratmeter Fläche geschaffen. Am westlichen Abschnitt des Lärmschutzwalls beginnt schließlich die dritte große Grünfläche: Knapp 16 000 Quadratmeter sind ausschließlich als Lebensraum für Pflanzen und Tiere vorgesehen.

Die östlich der Randstraße und der Bahnlinie ins Auge gefasste Randeingrünung wird das bereits vorhandene Wäldchen ergänzen, wobei zwei kleinere längliche Flächen zwischen den Siedlungsbereichen das Angebot an Grünflächen abrunden.

In Otzenrath-Spenrath wird Norbert Wolf zufolge eine zwischen dem Dorfplatz und dem Schleider Grund gelegene Grünfläche von mehr als 3000 Quadratmetern "das Netz des innerörtlichen Grünverbundes" abschließen. Der in wassergebundener Bauweise geplante Weg durchquert eine mit Strauchgruppen und Einzelbäumen gegliederte Wiesenflächen.

In der Mitte der Wegestrecke soll eine Sitzgruppe Möglichkeiten zur Erholung bieten. Mehr als 2300 Quadratmeter groß wird eine Verbindung zwischen dem dorfplatz und der nördlichen Randeingrünung: Dort wird es keinen Weg geben, ist dieser Bereich doch als Biotopverbund von Tieren und Pflanzen mit Wiesen-, Baum- und Strauchstrukturen vorgesehen. Zwei jeweils 400 Quadratmeter kleine Korridore verbinden die Baumstraße mit dem im Süden liegenden Wirtschaftswegenetz.

Den Ortsmittelpunkt wird in Otzenrath-Spenrath gemeinsam mit der Kirche der etwa 800 Quadratmeter große Marktplatz bilden. Zwölf Pyramiden-Kastanien werden drei Beete mit Ziergehölzen bilden. Zum Verweilen sollen zehn Bänke einladen.

Auf einer rund 3600 Quadratmeter großen Fläche wird im Nordwesten ein Zeltplatz für die Pfadfinderschaft entstehen. Die Straßen des Umsiedlungsortes sollen von etwa 340 Bäumen flankiert werden, wobei die Bürger bei der Auswahl ein Wörtchen mitreden konnten.
(S.M.)

(NGZ)