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Jüchen: Umbau für Kindergarten soll im Winter beginnen

Jüchen : Umbau für Kindergarten soll im Winter beginnen

Die Bürgerhalle Jüchen wird komplett entkernt. In dem Gebäude werden Räume für zwei Gruppen eingerichtet.

Zum kommenden Kindergartenjahr 2014 soll die neue Kindertagesstätte in der bisherigen Bürgerhalle Jüchen fertig sein. Die Gemeinde will rund 1,2 Millionen Euro investieren, um Platz für zwei neue Gruppen zu schaffen.

Der Bedarf an Kindergarten-Plätzen im Jüchener Zentrum ist groß: Die "Villa Kunterbunt" und die katholische Kita "Unserer lieben Frau" haben ihre Kapazitätsgrenzen erreicht; die kommunale Kita ist bereits ausgebaut worden, in der katholischen hat der Umbau für U3-Kinder ebenfalls begonnen. Der Gemeinderat hatte beschlossen, die Bürgerhalle an der Rektor-Thoma-Straße umzubauen. Protestiert hatte dagegen insbesondere die Jüchener SPD, die an dieser Stelle lieber Wohngebiete ausweisen wollte. Sie hätte einen Neubau favorisiert. Bürgermeister Harald Zillikens hatte für den Umbau plädiert, da die Gemeinde damit jährliche Unterhaltskosten sparen könnte. Das Gebäude haben neben dem FSV Jüchen auch die Bürgerschützen für Seniorenkaffee und Königsschießen genutzt.

Im Bauausschuss wurden jetzt die Umbaupläne konkretisiert. Für zwei Kindergarten-Gruppen werden Spiel-, Schlaf- und Nebenräume eingerichtet, zudem eine sanitäre Anlage. Neben dem Außengelände sollen die Kinder noch einen Teil der Turnhalle als "Indoor-Spiel- und Bewegungsfläche" nutzen können.

Zum Zeitplan erläutert Dezernent Oswald Duda: "Wir möchten noch in diesem Jahr mit den Arbeiten beginnen — lieber im November als im Dezember." Denn auch der Kindergartenumbau sei — wie zuletzt etwa der Mensaumbau für die Sekundarschüler — ein Bauprojekt, das unter großem Zeitdruck erledigt werden müsse. "Wir werden jetzt die einzelnen Gewerke öffentlich ausschreiben und dann mit den Firmen die genauen Termine festlegen", so Duda. Ein Vorteil: Die Maßnahme ist witterungsunabhängig, vorbereitende Boden- und Abrissarbeiten im Außenbereich fallen nicht an.

"Das Gebäude wird fast vollständig entkernt werden", erläutert der Dezernent. Die Duschen werden herausgerissen, die Fliesen abgeschlagen. Vollständig abgebaut wird auch die vorhandene Lüftungsanlage. Zudem müssen neue Fenster eingebaut werden. "Dabei muss natürlich auf die Witterung geachtet werden", so Duda. Die Schießanlage im Gebäude bleibt erhalten.

Kleinere Umbauten sind auch für die Zweifach-Turnhalle an der Stadionstraße vorgesehen: sie wird künftig von Sportlern, aber auch von den Schützen genutzt.

(busch-)