Dormagen spielt gegen Berlin: Um jeden Zentimeter kämpfen

Dormagen spielt gegen Berlin : Um jeden Zentimeter kämpfen

(-vk) Bei den Füchsen Berlin scheinen sie einen direkten Draht zu Kai Wandschneider zu besitzen. Der Trainer des TSV Dormagen sagt nämlich vor dem heutigen Bundesliga-Spiel gegen den Tabellenzehnten aus der Bundeshauptstadt: "Wir müssen um jeden Zentimeter Hallenboden kämpfen bis zum Umfallen." Und was steht auf der Homepage der Berliner (www.fuechse-berlin.de)über den heutigen Gegner? "Sie sind mit vier Niederlagen in die Rückrunde gestartet und gerade aus diesem Grund werden sie um jeden Zentimeter kämpfen, um Punkte gegen den Abstieg zu sammeln."

Damit sind die Gemeinsamkeiten zwischen den heutigen Kontrahenten aber auch schon erschöpft. Während der TSV mit bescheidensten Mitteln versucht, die Liga zu halten, wollen die Füchse den Handball in der Hauptstadt noch salonfähiger machen, als dies Manager Bob Hanning in den vergangenen sechs Jahren seit dem Aufstieg in die Zweite Liga bereits gelungen ist.

Allerdings treibt der frühere Solinger das Projekt mit weitaus mehr Augenmaß voran als die Verantwortlichen bei den Rhein-Neckar Löwen. "Wir dürfen nicht vergessen, die kleinen Vereine bei all diesen Dingen mitzunehmen", unterstrich Hanning noch in der Vorwoche in einem Interview mit dem "Tagesspiegel", in dem er sich klar gegen "Gigantonomie wie im Fall Karabatic" aussprach: "Mein Ziel ist es, dass wir einmal neben jedem Star ein Talent im Aufgebot haben."

Wobei er als Ziel ausgibt, sich "in absehbarer Zeit auf den Plätzen fünf bis acht" einzupendeln. Da käme ein Sieg heute Abend natürlich sehr gelegen. Bei diesem Unterfangen müssen die Berliner weiterhin auf den an der Hand verletzten polnischen WM-Dritten Bartlomiej Jaszka verzichten, für den nun neben dem Norweger Kjetil Strand der kurzfristig aus Stralsund verpflichtete Michal Bruna in der Mitte Regie führen soll. Fraglich ist noch der Einsatz des an einer Ellbogenverletzung laborierenden Torhüters Petr Stochl.

Beim TSV steht ein Fragezeichen hinter Florian Wisotzki (Nasenbeinbruch, die NGZ berichtete). Der fehlte auch im Hinspiel, das der TSV mit 27:28 verlor. Da bot Torhüter Vitali Feshchanka mit 16 Paraden seine bisher beste Saisonleistung. "So eine brauchen wir heute auch", sagt Trainer Kai Wandschneider - schließlich liegen auch zwischen den Pfosten ein paar Zentimeter Hallenboden.

Mehr lesen Sie am Freitag, dne 27.2.2009 in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung.

(NGZ)
Mehr von RP ONLINE