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Fußball: Uedesheim strotzt vor Selbstvertrauen

Fußball : Uedesheim strotzt vor Selbstvertrauen

Von Neuss bis nach Rhede, wo der Oberligist SV Uedesheim morgen Nachmittag (15 Uhr) sein fünftes Saisonspiel zu bestreiten hat, sind es rund 115 Kilometer. Eine Strecke, die es in die Klubhistorie schaffen wird, "denn das ist die längste Auswärtsfahrt in einem Meisterschaftsspiel der Vereinsgeschichte", hat Trainer Ingmar Putz ermittelt.

Zum ersten Mal setzen die Uedesheimer sogar einen mit Spielern und Fans besetzten Bus ein. "Aber Bier gibt es erst nach dem Spiel", versichert Putz lachend.

Die Stimmung ist prächtig am Norfer Weg, kein Wunder nach zwei Siegen in Folge. Was den Coach besonders freut, ist, "dass wir nicht mehr Punkte geholt haben als wir verdient haben". Vier Spiele haben dem Neuling sieben Zähler beschert — nur beim 0:1 am zweiten Spieltag gegen TuRU Düsseldorf ging Uedesheim leer aus.

Mit einiger Verwunderung hat Putz darum auch die Einschätzung seines Kollegen Joachim Hopp nach der 1:4-Niederlage des von ihm trainierten 1. FC Wülfrath am Sonntag in Uedesheim aufgenommen. Hopp hatte "bis zur 60. Minute ein richtig gutes Spiel" seiner Kicker gesehen. "Damit muss er definitiv bei einem anderen Spiel gewesen sein", kontert Putz, der Wülfrath mit den vier Treffern sogar noch gut bedient sah. Wenn nämlich seine Truppe nach dem Husarenstreich mit drei Toren binnen 180 Sekunden ein bisschen cleverer gewesen wäre, "kriegen die noch zwei Stück".

Vor dem punktgleichen VfL Rhede haben die Neusser jedenfalls keine Angst. "Im taktischen Bereich sind wir zwar noch nicht so weit wie andere Mannschaften", räumt Putz ein, "aber körperlich können wir mit jedem Gegner mithalten. Wir wollen da auf jeden Fall was mitnehmen, denn alles, was wir jetzt haben, brauchen wir nachher nicht mehr zu holen". Das Auftaktprogramm der beiden Teams war fast identisch: Rhede bezwang TuRU Düsseldorf mit 2:0, brachte gegen Fischeln (dort gewann Uedesheim mit 2:1) aber nur ein 0:0 zustande und unterlag Wülfrath mit 0:2. Dazu schlug das von Manuel Jara trainierte Team Sonsbeck mit 2:1.

Personell wird Putz sein Team gegenüber dem Match gegen Wülfrath verändern. Nach seinem Doppelpack ist Mo Salou ein Mann für die erste Elf und auch der für Sami Saysay kurz nach der Halbzeitpause eingewechselte Kani Taher könnte es zurück in die Anfangsformation schaffen. Weiter gedulden muss sich derweil Yasuhito Sunohara. In der vergangenen Saison auf der rechten Außenbahn noch gesetzt, spielt der Japaner nun hinter Miles Adeoye nur die zweite Geige.

(NGZ/rl)