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Uedesheim schlägt Gnadental im Kreispokal. Auch Holzheim im Halbfinale.

Fußball : HSG ist trotz Halbfinaleinzug sauer

Uedesheim schlägt Gnadental im Kreispokal-Viertelfinale. Spiel beim TuS fällt aus.

Eigentlich sollte das Halbfinale im Kreispokal seit Samstag feststehen, doch wie schon das Meisterschaftsspiel vor acht Tagen gegen Nievenheim musste das Match des TuS Grevenbroich gegen den VfL Jüchen/Garzweiler wegen Unbespielbarkeit des 2016 verlegten Hybridrasens im Schlossstadion abgesagt werden. Immerhin steht der Nachholtermin fest: Dienstag, 3. Dezember; Anstoß 20 Uhr.

Bereits am Dienstag hatte sich Pokalverteidiger SC Kapellen mit 4:0 beim A-Kreisligisten 1. FC Grevenbroich-Süd durchgesetzt. Die Klubs hatten sich in der vergangenen Saison im Finale gegenübergestanden. Ostermontag gewann der SCK in Gierath mit 2:1. Unter den Top 4 steht auch der SV Uedesheim. In Bezirksliga-Duell schlug das Team von Trainer Dalibor Dobras Gastgeber DJK Gnadental mit 7:6 (2:2/1:2) nach Elfmeterschießen. Schon in der fünften Minute köpfte Malte Hauenstein die Gäste in Führung. Doch noch vor dem Seitenwechsel drehte die DJK den Spieß um: Alen Jakupova glich zunächst aus (33.), kurz vor der Halbzeit verwandelte Philipp Schneider einen Elfmeter zum 2:1. Lukasz Koziatek war der Ball an die Hand gesprungen. Im zweiten Abschnitt fiel nur noch ein Treffer, und zwar für Uedesheim durch den Ex-Gnadentaler Pawel Kramer. Damit ging es – ohne Verlängerung – direkt ins Elfmeterschießen. Und weil der zur Halbzeit für den verletzten Stammkeeper Dustin Gottlebe gekommene Giulio Buscema den dritten Schuss der DJK parierte, machte Koziatek mit dem fünften Elfmeter für den SVÜ zum 7:6 alles klar. Danach resümierte Uedesheims Vorsitzender Klaus Haas strahlend: „Das war ein tolles Lokalderby in einer sehr freundschaftlichen Atmosphäre.“

Keine Überraschung gab’s im letzten Viertelfinale: Landesligist Holzheimer SG gewann beim A-Kreisligisten FC Delhoven mit 3:0 (1:0). Allerdings war der Favorit mit einem mächtigen Hals in die Partie gegangen. „Weil ja unbedingt bis Samstag gespielt werden musste und Delhoven einer Verlegung in die Woche nicht zugestimmt hatte, mussten wir auf zehn Spieler verzichten – davon allerdings unter anderem Shunya Ando und Joel Trotzki verletzungsbedingt“, stellte Trainer Stefan Schellenberg, der ebenso fehlte wie sein Kollege Thomas Rodoniklis, ziemlich ungehalten fest. Unter der Regie von David Rodriguez, bis zum Sommer Assistent von Guido van Schewick (pausiert), blieb die HSG aber stabil, hatte in Andre Pinho, Timo Arvanitidis und Maurice Girke (Foulelfmeter) ihre Torschützen. Das für ihn unverständliche Beharren des Verbandes auf dem ohnehin ungünstigen Wochenendtermin, „in der anstehenden Woche hätten wir mit Delhoven sicher eine Lösung gefunden“, ärgerte Schellenberg trotzdem. Suffisant stellte er fest: „Hier ging es ja um Millionen an Fernsehgeldern – und die Auslosung des Halbfinales fand am Sonntag in der ARD statt.“