Fußball : Uedesheim plant die Zukunft

Der Landesligist aus Neuss ist in seiner Personalplanung für die kommende Saison schon sehr weit. Prominenteste Neuverpflichtung ist der Kapellener Mo Salou. Am Sonntag tritt der SVÜ in der Liga beim TuS Grevenbroich an.

Der SV Uedesheim ist seiner Zeit weit voraus. Obwohl die aktuelle Spielzeit erst am 29. Mai endet, stellt der als Vorsitzender für den Fußball-Landesligisten tätige Klaus Haas zufrieden fest: "Die Saison 2011/12 ist schon zu, wir planen bereits jetzt für die Saison 2012/13. Da bin ich erzkonservativ."

Das ergreifend unspektakuläre Lokalduell am Sonntag (15 Uhr) im Schloss-Stadion mit dem TuS Grevenbroich beendet für die Uedesheimer die gut vierwöchige Spielpause seit dem 4:4 gegen den 1. FC Mönchengladbach am 17. April. "Ich musste den Jungs diese Woche im Training erstmal erklären, dass das Schwarze auf dem Ball kein Lakritz ist", witzelt Trainer Ingmar Putz. Dafür ist die kommende Saison planerisch bereits so gut wie abgeschlossen: Die prominenteste Neuverpflichtung ist Stürmer Mo Salou vom Niederrheinligisten SC Kapellen. "Er hat mir mitgeteilt, dass er uns verlassen wird", bestätigte SCK-Trainer Markus Anfang. Vom in der Bezirksliga noch um den Aufstieg kämpfenden Lokalrivalen VdS Nievenheim kommt Goalgetter Marcus Senft. Auch mit dem A-Jugendlichen Ralph Tyborsky, der sich beim A-Kreisligisten BV Wevelinghoven einen Stammplatz im Tor erarbeitet hat, ist sich Uedesheim einig. Die Brüder Selcuk und Senol Eren aus dem Kader des insolventen Landesligisten VfR 06 Neuss trainieren bereits seit Wochen mit. Unter Dach und Fach sei zudem die Verpflichtung eines weiteren bislang höherklassig tätigen Kickers, versichert Haas. "Allerdings muss er seinen aktuellen Verein darüber noch informieren."

"Einen Guten werden wir uns noch zulegen", kündigt Putz an, für den schon jetzt feststeht: "Der Konkurrenzkampf wird natürlich größer werden." Positiv registriert er zudem die gestiegene Wertschätzung des Klubs in der Szene: "Uedesheim hat sich schon einen gewissen Namen gemacht. Der Verein hat sich etabliert. Früher hätten wir Spieler von diesem Format nicht so einfach bekommen."

Gerne gehalten hätte Putz dagegen Lukasz Koziatek und Güven Dalkiran, die sich dem VdS Nievenheim anschließen werden. "Eine Veränderung tut Lukasz aber vielleicht sogar ganz gut", hofft der Coach nun. Eigengewächs Daniel Gohr soll sich beim zukünftigen Bezirksligisten DJK Gnadental weiterentwickeln. Uedesheim ebenfalls verlassen werden David Maletz, Gökhan Dalkiran, "Eco" Akar und Arthur Rothkegel, der zur Rückrunde seinen Stammplatz im Kasten an Dustin Gottlebe verloren hatte.

Mit einem Großteil des aktuellen Kaders sieht sich auch der TuS Grevenbroich für die kommende Saison einig. Ein Fragezeichen steht noch hinter René Pütz, der im Jubiläumsspiel gegen Fortuna Düsseldorf unter Beweis gestellt hatte, dass er auf der Linie mehr als nur Ersatz für Kevin Afari sein könnte.

(NGZ)