Fußball : Uedesheim holt ein Remis

Beim 1:1-Unentschieden gegen den SV Sonsbeck wäre für den Oberligisten deutlich mehr drin gewesen. Vorne ließen die Gastgeber zahlreiche Möglichkeiten liegen, in der Abwehr präsentierten sie sich aber erstmals nicht ganz sattelfest

Am Ende akzeptierte Ingmar Putz das Unentschieden. "Es ist immer ärgerlich, wenn man seine Chancen nicht nutzt und dann dafür bestraft wird. Aber mit einem Punkt können und müssen wir leben", fand der Trainer des Oberligisten SV Uedesheim, der sich 1:1 (1:0) vom SV Sonsbeck trennte.

So gingen die Gastgeber gestern nur allzu verschwenderisch mit ihren Torchancen um, die das Spiel schon vor der Halbzeitpause hätten entscheiden können: Lukasz Koziatek traf nach 18 Minuten mit einem sehenswerten Schlenzer in den Torwinkel zur Führung, kurz darauf scheiterte er mit dem nahezu identischen Schuss an der Querlatte. Adnan Hotic schoss einen Foulelfmeter — Torwart Dominik Weigl hatte Mo Salou im Strafraum zu Fall gebracht — meterweit über das Tor (37.). Auch Salou selbst, Matthäus Klinghardt und Lars Faßbender per Freistoß und vor allem Andrej Hildenberg mit einem Kopfball aus kurzer Distanz vergaben gute Möglichkeiten.

Im direkten Gegenzug glich Andreas Isailovic wie aus dem Nichts aus, als die Uedesheimer Defensive einen langen Ball aus dem Halbfeld nur unzureichend geklärt hatte (56.). Beinahe hätte Sonsbeck umgehend nachgelegt, Danny Rankl schob den Ball aber aus spitzem Winkel am leeren Tor vorbei, nach dem er Samir Saysay entwischt war und Keeper Dustin Gottlebe umkurvt hatte. Die Gastgeber wirkten zunehmend nervöser und ließen den SVS immer gefährlicher werden, der sich in punkto Chancenverwertung allerdings genauso unfähig zeigte. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff hatte Koziatek den Sieg auf dem Fuß, scheiterte nach Flanke von Benedikt Günther aber an Keeper Weigl.

"Am Ende hätten wir uns sogar fast noch das 1:1 aus der Hand nehmen lassen, von daher ist ein Unentschieden schon ok. Wenn wir aber vorher das 2:0 machen, brennt hier nichts mehr an", meinte Putz. Dessen Elf ließ die ungeheure Effizienz vermissen, durch die sie zuletzt drei Siege am Stück einfuhr. Auch in der bisher stabilen Abwehr taten sich Lücken auf, sobald Sonsbeck das Spiel nach Ballgewinn schnell machte. Vor allem in der Luft verloren die Innenverteidiger Hotic und Klinghardt zu viele Duelle, aufrückende Mittelfeldspieler bereiteten dem SVÜ immer wieder Probleme. Immer besser funktioniert hingegen das Zusammenspiel in der Offensive, die — entgegen der ursprünglichen Prognose des Trainers — durchaus auch in der Oberliga in der Lage ist, das Spiel zu bestimmen. Als hängende Spitze sorgt Hildenberg ständig für Gefahr, Koziatek traf in den letzten drei Spielen fünffach. Putz: "Er spielt momentan in Bestform."

(pas-)