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Aachener Domchor zog Publikum in seinen Bann: Überzeugend in Ausdruck und Atmosphäre

Aachener Domchor zog Publikum in seinen Bann : Überzeugend in Ausdruck und Atmosphäre

Für die Jüchener Pfarrgemeinde geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende: Nach jahrzehntelangem Umbau ist die Sanierung der katholischen Kirche St. Jakobus endlich abgeschlossen - pünktlich zur 100-Jahr-Feier des Gotteshauses. Mit einem großen Weihnachtskonzert des Aachener Domchores wurden jetzt die Feierlichkeiten rund um Altareinweihung und Jubiläum beendet. Mit einem besonderen musikalischen Leckerbissen gingen jetzt die Feierlichkeiten rund um das Jubiläum der St. Jakobus-Kirche in Jüchen zu Ende: Die Sänger des Aachener Domchores, dessen Wurzeln bis ins Jahr 800 zurückreichen, waren zu Gast und trugen Weihnachtslieder mit viel Ausdruck und Atmosphäre vor. NGZ-Foto: H. Jazyk -->

Für die Jüchener Pfarrgemeinde geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende: Nach jahrzehntelangem Umbau ist die Sanierung der katholischen Kirche St. Jakobus endlich abgeschlossen - pünktlich zur 100-Jahr-Feier des Gotteshauses. Mit einem großen Weihnachtskonzert des Aachener Domchores wurden jetzt die Feierlichkeiten rund um Altareinweihung und Jubiläum beendet. Mit einem besonderen musikalischen Leckerbissen gingen jetzt die Feierlichkeiten rund um das Jubiläum der St. Jakobus-Kirche in Jüchen zu Ende: Die Sänger des Aachener Domchores, dessen Wurzeln bis ins Jahr 800 zurückreichen, waren zu Gast und trugen Weihnachtslieder mit viel Ausdruck und Atmosphäre vor. NGZ-Foto: H. Jazyk -->

Rund 60 Jungen und Männer waren gekommen, um unter der Leitung von Domkapellmeister Berthold Botzet Advents- und Weihnachtslieder aus ganz Europa zu singen. Auf die zahlreichen Besucher wartete ein einmaliger Abend, in dessen Mittelpunkt Gesangskultur der hohen Schule stand. Schon der Beginn des Konzerte führte dem Publikum die Klasse des Aachener Domchores vor Augen oder besser vor Ohren. Schallend erklangen die Stimmen der jungen Sänger bei Jan Kampanus Vodnaskys "O Heiland reiß die Himmel auf".

Der helle, glaskare Gesang durchströmte förmlich jeden Winkel der Jakobus-Kirche und schien jegliche Form von Raum und Zeit aufzuheben. Kaum waren die Töne und Klänge während des gesamten Konzertes an einzelnen Stimmen auszumachen, vielmehr stand ein transzendentes Klanggebilde im Vordergrund, das sich aller Grenzen entzog - besonders bei Johann Sebastian Bachs Choral "Ich steh an deiner Krippe hier", der von Alexander Korthaus als Solo vortragen wurde. Anders dagegen der Männerchor, dessen Gesang im absoluten Kontrast zu den Knabenstimmen stand. Viel irdischer, menschlicher, aus der Tiefe kommend erschiend dem Besucher ihr Gesang.

Sakral wirkte da Jacobus Gallus' Komposition "Ecce concipies" oder aber Willy Sendts "In dulci jubilo". Bewunderswert war vor allem die Ausgewogenheit zwischen Männer- und Jungenstimmen, wodurch immer wieder die ganze Brillanz des Domchores zum Vorschein kam. Klar, dass sich diese Atmosphäre auf die Besucher übertrug und sie zum Mitsingen animierte.

Für das Publikum war das Konzert des um 800 auf Wunsch Karls des Großen gegründeten Chores ein besonderer Moment. Nicht umsonst dankten die Zuhörer den Musikern mit stehenden Ovationen. Der Wunsch nach einer Zugabe konnte da natürlich nicht verwehrt bleiben, und so gaben die Sänger den Besuchers noch eine Kostprobe von Weihnachtsstimmung mit auf den Heimweg, die wohl kaum so schnell vergessen wird. HDH