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Handball: Überraschungsteam gastiert heute bei "Geheimtipp" TVK

Handball : Überraschungsteam gastiert heute bei "Geheimtipp" TVK

Für zwei Akteure des TV Korschenbroich ist das heutige erste Heimspiel des Handball-Drittligisten (20 Uhr, Waldsporthalle) gegen den ART Düsseldorf eine Begegnung mit der eigenen Vergangenheit. Trainer Ronny Rogawska stand als Linksaußen, Co-Trainer und Trainer 13 Jahre in Diensten der Landeshauptstädter, bei Torhüter Almantas Savonis waren es deren zehn.

Das ändert freilich nichts an ihrer Zielsetzung: "Wir wollen an die Leistung der 43 letzten guten Minuten in Wilhelmshaven anknüpfen und einen Heimsieg landen", sagt Rogawska unmissverständlich, der seine Schützlinge auch als "leichten Favoriten" ansieht. Daraus abzuleiten, das erste Heimspiel könne ein Selbstläufer werden, hält der Däne allerdings für fatal: "Wir müssen von Anfang an hellwach und konzentriert spielen, dürfen den ART nicht auf die leichte Schulter nehmen. Der Düsseldorfer Sieg gegen Varel" – zum Auftakt setzten sich die Landeshauptstädter überraschend deutlich mit 31:23 gegen den Vorjahressechsten HSG Varel durch – muss Warnung genug für uns sein."

Dass der TVK die Düsseldorfer bei seinem eigenen Vorbereitungsturnier mit 36:19 abfertigte, ist für ihn denn auch ebenso wenig ein Maßstab wie die Tatsache, dass der ART nur über die wegen des Rückzugs des VfL Edewecht nach Saisonschluss angesetzte Relegation überhaupt drittklassig blieb: "Das war ein Testspiel, nicht mehr und nicht weniger."

Ähnlich sieht es Jens Sieberger: "Das sind alles Rechenspiele", meint der Düsseldorfer Trainer, dessen Zwillingsbruder Peter lange Jahre Abwehrchef beim TSV Bayer Dormagen war und der selbst unter Rogawska bei der HSG Düsseldorf spielte: "Ich habe privat ein sehr gutes Verhältnis zu Jens Sieberger", sagt der TVK-Trainer dazu, "aber die Freundschaft muss am Freitag ruhen."

Sieberger hält den TV Korschenbroich für den "Geheimtipp der Liga. Und durch das 24:24-Unentschieden beim Wilhelmshavener HV hat der TVK auch noch einmal seine Ambitionen unterstrichen." Trotzdem und trotz der Tatsache, dass "der TVK sicherlich besser besetzt ist als wir es sind", gibt er die Partie keineswegs von vorneherein verloren: "Wenn wir noch einmal so spielen wie in der zweiten Halbzeit gegen Varel, brauchen wir uns vor keinem Team der Dritten Liga West verstecken." Seine taktische Marschroute ist deshalb klar gesteckt: "Wir müssen wieder über Kampf und Leidenschaft und eine starke Deckungsleistung ins Spiel finden."

(NGZ)