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Handball: TVK zeigt sich völlig von der Rolle

Handball : TVK zeigt sich völlig von der Rolle

Ausgerechnet im Lokalduell bei Erstliga-Absteiger HSG Düsseldorf bot Handball-Zweitligist TV Korschenbroich eine seiner schwächsten Saisonleistungen, so dass die 24:32-Niederlage auch in dieser Höhe völlig verdient ausfiel. Blass blieb vor allem der Rückraum.

Am Ende blieb Trainer Khalid Khan nur die Rolle des artigen Gratulanten. Nach 60 einseitigen Minuten unterlagen die Zweitliga-Handballer des TV Korschenbroich im Westderby bei der HSG Düsseldorf ebenso deutlich wie verdient mit 24:32 (8:14). Vor 1600 Zuschauern, die das Burg-Wächter-Castello immerhin zur Hälfte füllten, hatten die Gäste zuvor eine der schwächsten Saisonleistungen gezeigt. Taktisch und physisch unterlegen gewesen seien die Korschenbroicher, analysierte Khan. Es war nicht einzige Erkenntnis gewesen, die der TVK-Coach mit auf die kurze Heimreise nehmen konnte.

Es hätte der Abend des Christoph Piske werden können: Weil in Mathias Deppisch und Robin Doetsch gleich zwei Linkshänder verletzt beziehungsweise erkrankt passen mussten, musste Trainer Khalid Khan seine gewohnte Formation auseinanderreißen. David Breuer rückte auf Rechtsaußen, Piske bekam endlich wieder einmal eine Chance über einen längeren Zeitraum auf der rechten Rückraumposition.

Doch ausgerechnet dort präsentierte sich der TVK als viel zu harmlos. Bereits die ersten drei Wurfversuche Piskes endeten wirkungslos in den Fängen von HSG-Keeper Mathias Puhle. Am Ende standen zwar sechs Treffer auf der Habenseite des Korschenbroicher Linkshänders, aber auch ebenso viele Fehlversuche, die fast allesamt mit erfolgreich abgeschlossenen Düsseldorfer Gegenstößen bestraft wurde. "Wir haben aus dem Rückraum nicht den gewohnten Druck aufbauen können", umschrieb Khan anschließend die Hauptursache für die schwache Korschenbroicher Vorstellung.

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Weder Piske, noch Dennis Marquardt oder Florian Korte auf der halblinken Position fanden die notwendige Präzision in ihren Würfen, um die ersatzgeschwächten Gäste gegen einen solide und konzentriert, aber keineswegs überragend aufspielenden Favoriten ins Spiel zu bringen.

Dass die Düsseldorfer bis zur 23. Minute trotz ihrer Überlegenheit nur mit 9:6 in Führung lagen, war vor allem den Paraden des in den Anfangsminuten überzeugenden TVK-Schlussmanns Oliver Mayer zu verdanken. Doch als sich auch Mayer im Laufe der Partie dem ebenso erschreckend wie ungewohnt schwachen Niveau seiner Vorderleute anpasste, zogen die Hausherren Tor um Tor davon. Über 11:7 und 14:8 baute die HSG den Vorsprung vorentscheidend auf 20:11 (38.) aus.

Auf eine spektakuläre Wende wie im Pokalspiel vor wenigen Wochen hofften die rund 300 mitgereisten Korschenbroicher Fans am Samstag vergeblich, auch weil die HSG diesmal konzentriert ihren Stiefel herunterspielte. HSG-Coach Ronny Rogawska brachte in seiner Analyse den entscheidenden Unterschied auf den Punkt: "Ich finde, die Mannschaft hat heute sehr diszipliniert gespielt und das umgesetzt, was wir wollten."

(NGZ)