Regionalliga-Handballer des TV Korschenbroich: TVK will „Schwarze Serie“ brechen

Regionalliga-Handballer des TV Korschenbroich : TVK will „Schwarze Serie“ brechen

Von Tobias Käufer

Von Tobias Käufer

Zwei hochkarätige Verstärkungen, eine überraschende Rückkehr und die Angst vor der schwarzen Serie: Die Regionalliga-Handballer des TV Korschenbroich starten am Freitag (20 Uhr) gegen den TV Wermelskirchen mit gemischten Gefühlen in die neue Saison.

In der heimischen Waldsporthalle wollen die Schützlinge von Trainer Michael Hattig die traditionelle Startschwäche des TVK endlich durchbrechen, denn erst ein einziges Mal - vor exakt elf Jahren - gelang es den Korschenbroichern mit einem doppelten Punktgewinn in eine neue Saison zu starten. Alle anderen Auftaktbegegnungen endeten für den TVK seit 1991 sieglos.

"Die Vorbereitung lief ordentlich, aber auch wenn wir durchaus gute Testspiele hingelegt haben, zählt das alles nichts. Am Freitag werden wir sehen wo wir stehen", will sich Hattig von so manch überraschenden Ergebnis in der Vorbereitung nicht blenden lassen. "Erst unter Druck werden wir sehen, ob wir einen Schritt nach vorn gemacht haben oder nicht. Und Druck werden wir am Freitag haben", gibt sich Hattig zurückhaltend.

Die Terminplaner der Regionalliga haben es mit dem TVK nämlich nicht besonders gut gemeint, denn mit dem TV Wermelskirchen stellt sich ausgerechnet einer der Top-Favoriten zum Saisonauftakt in Korschenbroich vor. Hattig nahm die Gäste am vergangenen Wochenende beim recht deutlichen 42:20-Erfolg in der ersten DHB-Pokalrunde gegen den VTV Mundenheim unter die Lupe. Dabei ließ der WTV bereits erkennen, dass mit den Bergischen zu rechnen ist.

Derweil präsentiert sich der TVK personell leicht verändert. Mit Ex-Nationalspieler Mirko Bernau, der aus beruflichen Gründen seine Profi-Laufbahn beendete und vom Bundesliga-Aufsteiger HSG Düsseldorf an die Niers wechselte, sowie Trainersohn Daniel Hattig, Torjäger des Oberligisten TV Ratingen, konnte der Klub zwei echte Verstärkungen präsentieren. Vor allem der Transfer des 28 Jahre alten Linkshänders Bernau dürfte als die spektakulärste Personalie in die Vereinsgeschichte eingehen.

Dazu meldete sich ein längst vergessener Akteur zurück: Daniel Spix, im Juni 2003 vom Ligarivalen Oppum nach Korschenbroich gewechselt, kämpfte sich nach seinem zweiten Kreuzbandriss wieder heran und scheint doch noch einmal seine Regionalliga-Laufbahn fortsetzen zu können. "Er hat einen guten Eindruck hinterlassen und sich wieder eingereiht. Ich hoffe, dass er den Sprung ins Team tatsächlich schafft", nährt Hattig die Hoffnung auf das erste Pflichtspiel des ehemaligen Kaarst-Büttgeners im TVK-Trikot überhaupt.

Derweil präsentiert sich die Regionalliga mit vielen neuen Gesichtern. Besonders über den Ex-Bundesligisten OSC Rheinhausen, dessen Marsch durch die Institutionen nach dem Bundesliga-Lizenzentzug aus der Landesliga mittlerweile in die Regionalliga führte, dürften sich so manche Kassierer freuen, bringt der Traditionsklub doch immer eine staatliche Anhängerschaft mit.

Zudem hat sich die West-Staffel durch die Rückkehr der westfälischen Klubs Ibbenbüren und Bielefeld auch wieder Richtung Norden geöffnet. Eine Prognose, wer denn am Ende ganz oben stehen wird, will TVK-Coach nicht abgeben, lässt sich dann aber doch ein Statement entlocken: "Nach allem was man so hört, scheint mit ASV Hamm dank seiner Verstärkungen zu rechnen sein." Ansonsten scheint in der neuformierten Staffel diesmal alles möglich.

(NGZ)
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