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Handball: TVK: Voß setzt auf den "unbedingten Willen"

Handball : TVK: Voß setzt auf den "unbedingten Willen"

Die guten Nachrichten für alle Fans des TV Korschenbroich vorneweg: Seit der 31:32-Niederlage in Rostock hat sich keiner mehr verletzt aus dem Kader des Handball-Zweitligisten. Und Dennis Marquardt hat seine Blessuren aus dieser Partie so weit verarbeitet, dass er morgen Abend wieder mitwirken kann.

Die schlechten Nachrichten: Einen Ersatz für den am Kreuzband operierten Florian Korte wird der TVK – wenn überhaupt – frühestens in der kommenden Woche präsentieren. Und morgen Abend (Anwurf 19.30 Uhr) stellt sich in Gestalt des ASV Hamm Westfalen die augenblickliche "Mannschaft der Stunde" in der Waldsporthalle vor.

"Gegen die sind wir auch zu Hause nur Außenseiter", sagt Christian Voß über den Erstliga-Absteiger. Der rangiert mit 19:17 Punkten vor dem letzten Hinrundenspieltag zwar nur auf dem neunten Tabellenplatz. "Doch die letzten Ergebnisse sprechen für sich", meint der TVK-Trainer. Immerhin hat der ASV seit Anfang November nur zwei Begegnungen verloren, in Schwerin (28:30) und Saarlouis (27:30). Und unter den sieben Siegen sind zwei, die aufhorchen ließen: In Emsdetten setzte sich Hamm mit 30:27 durch, beim Tabellenführer GWD Minden gar mit 32:26.

Die erstaunliche Wandlung ist eng mit zwei Namen verknüpft: Manager Kay Rothenpieler kehrte auf die Trainerbank zurück, so dass sich der im ersten Saisondrittel als Spielertrainer fungierende Maik Machulla ganz auf seine Rolle im Rückraum konzentrieren kann. Und in dem spielt nun wieder Chen Pomeranz: Den Israeli hatten die Hammer nach dem Abstieg aus Kostengründen ziehen lassen und am 9. November wieder unter Vertrag genommen. Mit ihm auf der Mittelposition holten sie 14:4 Punkte, zuvor waren es 5:13 gewesen. Möglich wurde die Verpflichtung des 27-Jährigen durch zusätzliche Sponsorengelder: "Dieses Geld hätten wir weder für eine Aufstockung unseres Etats noch für die Verpflichtung eines anderen Spielers bekommen", erklärt ASV-Geschäftsführer Franz Dressel.

Von solchen Möglichkeiten können sie beim TV Korschenbroich nur träumen. Christian Voß will sich deshalb auch gar nicht weiter mit dem Thema Personalien und Verletzungen beschäftigen: "Wir müssen mit dem Kader leben, den wir haben. Und da haben wir nur eine Chance, wenn alle den unbedingten Willen zeigen." In Rostock, fügt er an, sei das nicht der Fall gewesen, "aber jetzt spielen wir zu Hause." Zur Hoffnung, dass das zusätzliche Kräfte freisetzt, gesellt sich die Hoffnung, dass die Leistungssteigerung von Christoph Piske keine Eintagsfliege war: "So wie er in Rostock gespielt hat, kann er uns weiterhelfen", sagt Voß über den Linkshänder, der unter seinem Vorgänger nur auf der Bank saß.

(NGZ)