Handball : TVK überzeugt nur im Angriff

Nach dem hart erkämpften 36:36-Unentschieden bei der SG Haslach-Herrenberg-Kuppingen schließt Handball-Zweitligist TV Korschenbroich die Hinrunde auf dem fünften Tabellenplatz ab. 15 Tore von Linkshänder David Breuer retten den letztlich verdienten Punktgewinn.

Auf Platz fünf und mit stolzen 22 Punkten auf der Habenseite hat Handball-Zweitligist TV Korschenbroich die Hinserie beendet. "Ich denke, da kann man nicht meckern", zog Trainer Khalid Khan nach dem hart erkämpften 36:36-Unentschieden (Halbzeit 19:20) bei der SG Haslach-Herrenberg-Kuppingen ein zufriedenes Fazit. Die positive Punkteausbeute kann in den beiden ausbleibenden Spielen vor dem Jahreswechsel gegen die HSG Saarlouis (2. Weihnachtstag, 17 Uhr, Waldsporthalle) und beim Tabellenschlusslicht TuSpo Obernburg (29. Dezember, 19 Uhr) noch einmal gesteigert werden, ehe es in die einmonatige WM-Pause geht.

Vor 1000 Zuschauern in Herrenberg brannten beide Teams ein Offensivfeuerwerk ab, fanden dafür aber in der Defensive nicht die richtige Einstellung. "Das war heute nicht unsere stärkste Vorstellung in der Abwehr. Irgendwie haben wir es nicht geschafft, die richtige Antwort auf die Angriffe der Gastgeber zu finden. So gut auch unser Offensivspiel mit 36 Toren war, so groß waren unsere Probleme in der Abwehr", ärgerte sich Khalid Khan nach den sechzig packenden Minuten.

Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Weder die Hausherren noch die Gäste fanden die notwendige Sicherheit im eigenen Spiel. Hatten die Gastgeber zunächst ein scheinbar beruhigendes 23:20 vorgelegt und prompt wieder verspielt, ereilte auch den TVK ein ähnliches Schicksal: "Nach dem 32:30 durch Mathias Deppisch haben wir nicht kühlen Kopf behalten können, wie es in dieser Phase nötig gewesen wäre. Da wäre vielleicht mehr drin gewesen, aber es hat uns die notwendige Sicherheit im Spiel gefehlt", ärgerte sich Khan, der auf die erkrankten Florian Korte und Robin Doetsch verzichten musste. In der hektischen Schlussphase kassierte Dennis Marquardt die dritte Zwei-Minuten-Strafe und dezimierte das ohnehin knappe Personal zusätzlich. In der hektischen Schlussminute hatten dann beide Teams noch einmal die Chance den Siegtreffer zu erzielen, doch fehlte in den letzten Sekunden die notwendige Entschlossenheit.

Als entscheidend für den Korschenbroicher Punktgewinn entpuppte sich schließlich die Nervenstärke von David Breuer vom Siebenmeterpunkt: Insgesamt neun von zehn Strafwürfen konnte der Linkshänder verwandeln. Weitere sechs Treffer steuerte Breuer aus dem Spiel heraus bei. "Wir haben unsere Chancen sehr gut herausgespielt und waren in vielen Situationen nur durch Fouls zu stoppen. Das spricht für unseren gut funktionierenden Angriff, wo wir gute Lösungen gefunden haben", sagte der Korschenbroicher Top-Torjäger anschließend.

(NGZ)