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Handball: TVK sucht weiter nach Verstärkung

Handball : TVK sucht weiter nach Verstärkung

Nur noch etwas mehr als eine Woche bleibt dem TV Korschenbroich bei seiner Suche nach einer Verstärkung, dann geht für den Handball-Zweitligisten der Punktspielbetrieb mit der Nachholpartie beim Tabellenletzten HC Empor Rostock bereits weiter.

Zwei Wochen bereitet Christian Voß den TV Korschenbroich bereits auf die Fortsetzung des Überlebenskampfs in der Zweiten Handball-Bundesliga vor. Der Wunsch, den der neue Mann auf der Trainerbank mit in die EM-Pause nahm, ist allerdings bislang nicht in Erfüllung gegangen — der TVK sucht weiterhin nach einer Verstärkung seines quantitativ zwar ausreichenden, qualitativ aber zu dünnen Kaders.

"Zum jetzigen Zeitpunkt ist es natürlich schwierig, vor allem, weil in der Regel alle Spieler gültige Verträge haben", offenbart der Sportliche Leiter Kai Faltin ein gewisses Stück Rat- und Hilflosigkeit, wenngleich er nachschiebt: "Aber wir sind guten Mutes". Das hatten die Korschenbroicher freilich auch schon im alten Jahr verkündet. "Ich habe diesbezüglich unzählige Telefonate geführt, Mails geschrieben oder Flüge organisiert. Das waren Aktivitäten, die es in der Vergangenheit bei uns in dieser Form nicht gegeben hat", sagt Faltin dazu.

Erschwert wird die Suche durch drei Faktoren. Erstens steht ein Linkshänder für den rechten Rückraum ganz oben auf der Korschenbroicher Wunschliste — doch die sind so rar, dass selbst der Lokal- und Ligarivale Dormagener HC Rheinland diese Position nur einfach (in Person des Ex-Korschenbroichers David Breuer) besetzt hat.

Zweitens lässt der Etat keine allzu großen Sprünge zu, zumal auch der Wechsel auf der Trainerbank von Jörn Ilper zu Christian Voß den Haushalt zusätzlich belastet haben dürfte. Deshalb freut sich Geschäftsführer Peter Irmen über das Ergebnis eines Sponsorentreffens Anfang des Jahres, das gezeigt habe, "dass alle Anwesenden fest zu ihrer Verbundenheit mit dem Verein und dessen Philosophie stehen."

Und drittens dürfte ein Tabellenvorletzter, nur durchs bessere Torverhältnis vom Schlusslicht getrennt, der gerade seinen Trainer gewechselt hat, nicht die allererste Adresse für wechselwillige Handballer sein. Auch wenn Faltin sagt: "Wir tun alles dafür, dass wir die Klasse halten."

Die Zeit drängt. Denn bereits in zehn Tagen steht das Nachholspiel beim HC Empor Rostock (28. Januar, 19.30 Uhr, Scandlines-Arena) auf dem Programm. Und das könnte richtungweisend sein, schließlich sind die Rostocker jenes nur durchs schlechtere Torverhältnis getrennte Schlusslicht. Faltin freut sich, dass ein Sponsor dem TVK eine Anreise am Vortag ermöglicht hat: "Nicht nur unser Punktgewinn in Bad Schwartau hat gezeigt, dass es für eine professionelle Vorbereitung unabdingbar ist, ausgeruht in so ein Spiel zu gehen." Am besten mit einem neuen Rückraumspieler.

(NGZ/rl)