Handball : TVK sucht nach Verstärkung

Beim morgigen Gastspiel in Nordhorn ist in Gestalt von Benjamin Göller auch die zweite Neuverpflichtung des TV Korschenbroich spielberechtigt. Trotzdem sucht der Tabellenvorletzte der Zweiten Handball-Bundesliga angesichts von drei Dauerverletzten noch nach einer Verstärkung

Kai Faltin macht eine einfache Rechnung auf: "6:2 Punkte aus vier Spielen und wir haben den Sprung ins Mittelfeld geschafft. Zwei davon haben wir durch den Sieg über Schwerin schon im Sack", sagt der Marketingmanager des TV Korschenbroich vor den "Wochen der Wahrheit" für den Handball-Zweitligisten.

In der Tat könnten die nächsten Aufgaben schon anzeigen, wo die Reise hingeht für den Tabellenvorletzten (4:12 Punkte). Morgen (17 Uhr, Euregium) ist der TVK zu Gast bei der zuletzt in der Liga vier Mal in Folge sieglosen HSG Nordhorn, zu der er mit einem Sieg punktemäßig aufschließen könnte.

Dann stehen die beiden Heimspiele gegen HG Saarlouis (5. November) und Aufsteiger DHfK Leipzig (11. November) auf dem Plan, ehe das Restprogramm bis Weihnachten mit den Gastspielen in Bietigheim, Bad Schwartau und Bittenfeld sowie den Heimpartien gegen Friesenheim (26. November), Dormagen (10. Dezember) und Düsseldorf (21. Dezember) nur noch "dicke Brocken" bereit hält.

Da käme den Korschenbroichern ein gut gefüllter Kader nicht ungelegen. Doch Trainer Jörn Ilper muss weiterhin auf die Dauerverletzten Markus Breuer, Mathias Deppisch und Björn Marquardt verzichten. Robin Doetsch unternahm beim 33:28-Sieg über Schwerin bereits erste Gehversuche und hat im Training weitere Fortschritte gemacht. Und während Philipp Liesebach im letzten Heimspiel schon zu einigen Kurzeinsätzen kam, ist in Gestalt von Benjamin Göller morgen jetzt auch der zweite Neuzugang des TVK endlich spielberechtigt.

Trotzdem sagt Faltin: "Wir suchen noch nach einer Verstärkung, was aber nicht so einfach ist." Das liegt zum einen am Markt, der nicht mehr viel her gibt, zum anderen aber auch daran, "dass unser Etat bis zum letzten Cent durchkalkuliert ist und wir nur das Geld ausgeben, das wir wirklich haben", stellt Geschäftsführer Peter Irmen klar.

In Nordhorn hat man das über Jahre hinweg anders gehandhabt, weshalb die HSG am Ende der Spielzeit 2008/09 zwangsweise in die zweite Liga versetzt wurde. Ohne Abzug von Punkten, weshalb sie dort auf Anhieb Rang vier und in der vergangenen Saison, verstärkt mit den Ex-Dormagenern Nils Meyer und Bobby Schagen, Platz sechs belegte.

Bis vor einem Monat schienen die Schützlinge von Trainer Heiner Bültmann auf dem Weg, auch in der eingleisigen Liga ein Spitzenteam zu werden, als ihnen binnen weniger Tage zwei dicke Überraschungen gelangen: Erst warfen sie den TBV Lemgo mit 41:30 aus der zweiten DHB-Pokalrunde, dann brachten sie Aufstiegsfavorit GWD Minden mit 29:28 die bisher einzige Niederlage bei.

Doch danach hat die HSG vier Punktspiele in Folge verloren, das letzte vor einer Woche mit 25:26 gegen TuSEM Essen. Erst am Mittwoch stoppte sie den "freien Fall" mit einem 27:26-Pokalsieg über den gleichen Gegner.

(NGZ)