Handball : TVK schon so gut wie am Ziel

Trotz der 27:31-Heimniederlage am Freitagabend gegen die HSG Düsseldorf kann der TV Korschenbroich für die eingleisige Zweite Handball-Bundesliga planen. "Wir haben es geschafft", stellte Trainer Khalid Khan fest.

Der TV Korschenbroich kann für die eingleisige 2. Handball-Bundesliga planen: "Das war's. Wir haben es geschafft", konnte Trainer Khalid Khan trotz der 27:31-Heimschlappe am Freitag im Derby gegen die HSG Düsseldorf am Wochenende eine erfolgreiche Saisonbilanz ziehen.

Denn selbst wenn der EHV Aue, derzeit auf dem ominösen Relegationsrang zehn, seine letzten beiden Spiele in Erlangen und gegen den Bergischen HC noch gewinnen sollte, müsste der TVK seinerseits seine drei ausstehenden Partien in Eisenach (11. Mai), Groß-Bieberau (14. Mai) und zu Hause gegen Haslach (21. Mai) mit jeweils 13 Toren Unterschied verlieren, damit Aue noch einmal vorbeiziehen kann. "Ich glaube, dass ist nur noch theoretisch möglich", ist Khan davon überzeugt, dass es in der Saisonschlussphase keinen dramatischen Einbruch mehr geben wird. Die Konkurrenz aus dem Erzgebirge hatte am Samstag ihr Heimspiel gegen den Spitzenreiter TV Hüttenberg verloren und damit dem TVK wohl endgültig die Qualifikation zur eingleisigen Zweiten Bundesliga beschert. Es ist die Krönung von Khans Arbeit als Trainer in Korschenbroich: "Was wir vor dreieinhalb Jahren begonnen haben, ist jetzt logisch und konsequent zu Ende geführt worden. Wir haben wieder einmal gemeinsam das Maximale herausgeholt", freut sich Khan über die Bilanz seiner Schützlinge, die aber auch seine ganz persönliche Bilanz ist. Der am Saisonende scheidende Coach geht als erfolgreichster Trainer in die Vereinsgeschichte des TV Korschenbroich ein. Zum Saisonende trennen sich dann die Wege von TVK und Khan: "Im Moment kann ich noch nicht sagen, wohin mich mein Weg führen wird. Das ist derzeit noch alles offen."

Am Freitag hatte der Korschenbroicher Coach noch einmal richtig Freude am Auftreten seiner Schützlinge: "Wir haben uns auf Augenhöhe mit Düsseldorf messen können und uns vor allem in der Abwehr gesteigert. Leider haben uns die Schiedsrichter um einen Punkt gebracht", war der Ärger über die unglückliche Leistung der Unparteiischen auch am Sonntag noch nicht verflogen. Auch Linksaußen Marcel Görden haderte mit dem ein oder anderen Pfiff: "Es waren viele unglückliche Aktionen dabei, die mit Sicherheit auch anders hätten gesehen werden können." Allerdings vergaben die Korschenbroicher in der Schlussphase auch zahlreiche Tormöglichkeiten. "Da müssen wir uns an die eigene Nase packen", so Khan.

Der Ärger war aber spätestens mit Bekanntwerden des Resultats aus Aue vergessen. "Rein rechnerisch brauchen wir noch einen Zähler, um auch die letzten theoretisch denkbaren Varianten auszuschließen. Wir werden versuchen, diesen Punkt bereits am Mittwoch in Eisenach zu holen. Außerdem fehlt uns auch noch ein bisschen, um unser internes Saisonziel zu erreichen", verspricht Khan einen engagierten Auftritt in Thüringen. Nach diesem Nachholspiel wird dann die Tabelle endlich wieder geradegerückt.

(NGZ)