Handball: TVK schiebt Frust nach der Pleite in Varel

Handball : TVK schiebt Frust nach der Pleite in Varel

Trainer Rogawska kritisiert seine Schützlinge nach der 25:28-Niederlage des Handball-Drittligisten

Beim TV Korschenbroich liegen die Nerven blank: Nach der 25:28-Niederlage (Halbzeit 15:16) bei der HSG Varel-Friesland, mit der der Handball-Drittligist seine Negativbilanz auf nun 3:11 Punkte aus den letzten sieben Spielen ausbaute, gingen Trainer Ronny Rogawska und der Sportliche Leiter Kai Faltin hart mit den Spielern ins Gericht.

"Wir haben das Spiel selber aus der Hand gegeben, Varel war keineswegs die stärkere Mannschaft", befand Faltin nach einem wechselvollen Spielverlauf, in dem der TVK schon 6:12 (20.) hinten lag, sich auf 16:16 (32.) herankämpfte und nach 43 Minuten sogar 23:21 in Führung lag. Danach, so sahen es zumindest die Gastgeber, "verlor (der TVK) bedingt durch den sehr kleinen Kader immer mehr die Leichtfüßigkeit. Auch in der Abwehr ließ die Konzentration jetzt nach." Die Folge: Beim 23:23 (45.) durch den acht Mal erfolgreichen Lukas Kalafut gleicht Varel erstmals wieder aus und zieht über 25:23 auf den 28:25-Endstand und damit den zweiten Saisonsieg davon, was HSG-Trainer Andrzej Staszewski zu der Erkenntnis brachte: "Ein Handballspiel dauert 60 Minuten — nicht 20 und auch nicht 40."

Sein Kollege, der seit Saisonbeginn seine "erste Sechs" einem Dauerverschleiß aussetzt, meint hingegen: "Vielleicht ist Müdigkeit ein Teilaspekt, eine Ausrede darf das aber nicht sein." Vielmehr fordert Rogawska: "Es wird im Training darum gehen, dass wir unsere Abläufe und Spielzüge noch besser verinnerlichen." Faltin setzt noch eins drauf: "Jeder Einzelne muss wissen, was seine Aufgabe ist, was er zu tun und zu lassen hat. Wir müssen im Kollektiv funktionieren und niemand darf die klaren Vorgaben vernachlässigen."

Das klingt nach einem heißen Samstagabend: Dann erwartet der TVK den ähnlich gut gestarteten, inzwischen aber in die Tabellennachbarschaft abgerutschten OSC Rheinhausen in der Waldsporthalle. Bei den Duisburgern dürfte nach der 24:26-Niederlage in Gladbeck und zuletzt 2:10 Punkten in Folge die Stimmung ähnlich gereizt sein.

(-vk)
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