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Handball: TVK reist selbstbewusst nach Bittenfeld

Handball : TVK reist selbstbewusst nach Bittenfeld

zweite handball-bundesliga Trainer Christian Voß will an zweite Halbzeit des Lokalderbys anknüpfen

Einen Blumentopf hat der TV Korschenbroich noch nicht gewinnen können in seinen handballerischen Auseinandersetzungen mit dem TV Bittenfeld. Von den bislang sechs Vergleichen zwischen den beiden "Dorfklubs" der Zweiten Liga endete nur einer zugunsten des niederrheinischen Vertreters – mit 36:28 am 13. November vergangenen Jahres.

Sechs Monate später setzte sich der TV Bittenfeld in seiner Gemeindesporthalle mit 37:35 durch. Dort ist der TVK morgen (19.30 Uhr) erneut zu Gast – und trotz dieser Vorgeschichte reisen die Korschenbroicher mit einigem Selbstvertrauen ins Schwäbische. "Wenn wir so spielen wie in der zweiten Halbzeit gegen Dormagen, haben wir eine Chance", ist zumindest Christian Voß überzeugt.

Für den neuen Mann auf der Korschenbroicher Trainerbank ist es das zweite Auswärtsspiel unter seiner Regie. Das erste, in dem der TVK ein 31:31 beim VfL Bad Schwartau holte, macht ihm Mut für die morgige Aufgabe. Allerdings hat er aus beiden Partien seine Lehre gezogen, die da lautet: "Wir müssen von Beginn an hellwach sein." Denn in Schwartau lagen seine Schützlinge nach viereinhalb Minuten mit 0:3 im Hintertreffen, im Lokalderby hieß es nach neuneinhalb Minuten gar 6:1 für die Dormagener.

"Wir haben darüber im Training gesprochen", sagt Voß. Wobei es dem 41 Jahre alten Narkosearzt weniger um die Aufarbeitung des Geschehenen ging als darum, "wie wir das verbessern können." Denn einem Rückstand nachzulaufen kostet eine Menge Kraft – und das kann sich der TVK angesichts seines – zumindest was die Zweitliga-Tauglichkeit angeht – kleinen Kaders nicht erlauben.

Deshalb sucht Voß mit Nach- und Hochdruck an einer Verstärkung, ist aber bislang auf dem europäischen Spielermarkt noch nicht fündig geworden: "Wir hatten schon ein paar vielversprechende Kandidaten, aber jedesmal ist etwas dazwischen gekommen", verrät der Trainer. Der am liebsten einen "Spieler für den rechten Rückraum, der auch verteidigen kann" hätte, aber gleich einschränkt: "Dafür reichen unsere Mittel wohl nicht aus. Außerdem muss der Neue ja auch ins Gefüge passen, menschlich wie gehaltstechnisch."

Das Lokalderby hat er abgehakt. "Es war ein tolles Spiel, aber für das Lob können wir uns nichts kaufen. Was wir brauchen, sind Punkte." Die hat allerdings auch der morgige Gegner nicht zu verschenken: Spielten die Bittenfelder in der vergangenen Saison lange Zeit an der Tabellenspitze im Süden mit und belegten am Ende auch aufgrund ihrer Heimstärke Platz vier, haben die Schützlinge von Trainer Günter Schweikardt zu Hause schon drei Niederlagen kassiert, finden sich mit 13:17 Zählern nur auf dem 13. Tabellenplatz wieder.

Was ihnen fehlt, ist Konstanz: Eine Woche nach der 28:30-Heimpleite gegen Schwerin trumpfte der TV Bittenfeld in Nordhorn auf, drehte sogar einen 16:19-Pausenrückstand in einen 35:33-Sieg – nur um sich drei Tage später im DHB-Pokal eine 27:29-Heimpleite (Halbzeit 10:15) gegen Drittligist EHV Aue zu leisten.

(NGZ)