Handball : TVK muss im Westderby ran

Die Handballer aus Korschenbroich könnten morgen Abend (20 Uhr) mit einem Heimsieg über die HSG Düsseldorf die Qualifikation zur eingleisigen 2. Liga perfekt zu machen. Dazu ist aber eine Leistungssteigerung vonnöten.

Die Laune von Trainer Khalid Khan dürfte auch beim Video-Studium nicht besser geworden sein. Im Hinspiel hatten die Zweitliga-Handballer des TV Korschenbroich im Westderby beim Lokalrivalen HSG Düsseldorf beim 24:32 eine der schwächsten Saisonleistungen geboten. Khan entschuldigte sich anschließend bei den mitgereisten Fans für den blutleeren Auftritt. Dabei hatte der TVK-Coach bereits die Woche mit einer Wutrede begonnen und seine Mannschaft vor dem Duell gegen den Nachbarn aus der Landeshauptstadt unter Druck gesetzt: "Ich bin gespannt, in welcher Art und Weise wir uns am Freitag gegen Düsseldorf und in den verbleibenden Partien präsentieren werden."

Zwar stimmten die Ergebnisse bei den jüngsten Siegen über Coburg und in Frankfurt, aber mit der gezeigten Darbieten war Khan alles andere als zufrieden: "Ich weiß nicht, wie wir mit solchen Leistungen in den verbliebenen Begegnungen auch nur in die Nähe eines Punktgewinnes kommen sollen." Gegen Düsseldorf gibt es also gleich zwei Gründe zur Wiedergutmachung. Und obendrein auch noch die Chance, bei entsprechenden Ergebnissen der Konkurrenz, die Qualifikation zur eingleisigen 2. Bundesliga perfekt zu machen.

Gewinnt der TVK und verliert der EHV Aue gegen den TV Hüttenberg, wäre dem Khan-Team der "Aufstieg" in die neue 2. Liga nicht mehr zu nehmen. Düsseldorfs Trainer Ronny Rogawska weiß deshalb um die Schwere der Aufgabe: "Wir erwarten ein enges Spiel in Korschenbroich, sind aber natürlich gut darauf vorbereitet. Unser Fokus gilt dieser Partie, was die anderen Mannschaften machen, interessiert uns erst mal nicht. Wir möchten gewinnen und somit in erster Linie den dritten Platz festigen." Personelle Probleme hat Rogawska praktisch keine, nur auf der Linksaußenposition klemmt der Schuh. Sowohl beim ehemaligen Dormagener Marcel Wernicke (Schulterverletzung) als auch bei Jan Artmann (Sehnenentzündung) ist ein Einsatz fraglich.

Stattdessen setzt die HSG auf den eigenen talentierten Nachwuchs: Marc Pagalies, der beim Heimspiel gegen Haslach sein Debüt im HSG-Zweitligateam gegeben hatte und unter der Woche fleißig mittrainierte, und Juniorennationalspieler Julius Kühn werden zum Düsseldorfer Kader zählen. Eine Prise Motivation könnte auch das erneute Video-Studium des ersten Pflichtspiel des Jahres bringen. Im DHB-Pokal behielt der TVK die Oberhand, ebenso wie beim ersten Zweitliga-Gastspiel der Düsseldorfer in der Waldsporthalle. Diese Statistik könnte auch Khalid Khan aufmuntern: In der heimischen Waldsporthalle ist der TVK gegen die HSG Düsseldorf noch ungeschlagen.

(NGZ)