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Handball: TVK kassiert seine höchste Schlappe

Handball : TVK kassiert seine höchste Schlappe

Höher als mit 23:35 am Montagabend bei Aufstiegsaspirant GWD Minden hat der TV Korschenbroich noch nie in seiner Zweitliga-Geschichte verloren. Trainer Jörn Ilper sieht die Gründe der Rekord-Niederlage jedoch eher in der Klasse des Gegners als in eigenen Schwächen begründet.

Ein Blick in die Statistik verdeutlich die Dimension der Schlappe: Das 23:35 bei Aufstiegsaspirant GWD Minden wird als die bislang höchste Niederlage in die Zweitliga-Geschichte des TV Korschenbroich eingehen. Bislang galt das 30:41 bei der SG Wallau-Massenheim vom 22. März 2008 als der sportliche Tiefpunkt der Korschenbroicher Handballhistorie in Liga zwei.

Und noch einen Negativrekord brach der TVK in Ostwestfalen: Das 10:21 zur Pause ist das bislang schlechteste Korschenbroicher Halbzeitergebnis seit dem ersten Zweitliga-Aufstieg 2007. Trotzdem wollte Trainer Jörn Ilper am Tag danach nicht den Stab über seine Mannschaft brechen, sondern stellte sich demonstartiv vor seine Schützlinge. "Minden ist uns nun einmal in allen Belangen überlegen und sie brannten nach der Niederlage in Nordhorn lichterloh. Wir haben nur eine Chance, bei einem solchen Gegner zu bestehen, wenn wir selbst unser Leistungsmaximum erreichen. Das ist uns aber nicht gelungen."

Nach der überzeugenden Vorstellung gegen Essen musste der neue TVK-Coach einen deutlichen Rückschlag bei dem Bemühen hinnehmen, seinen Schützlingen eine eigene Handschrift zu verpassen. "Das Ganze war schon ernüchternd", räumte Ilper am Dienstag ein. Der wegen einer Knieverletzung zum Zuschauen verurteilte Mathias Deppisch sah vor allem im unterschiedlichen Personal die Hauptursache: "Ein Spieler wie Dalibor Doder hat in der 2. Liga wenig zu suchen. Wenn jemand bei der Weltmeisterschaft im Allstar-Team stand, verwundert es nicht, dass da ein deutlicher Niveauunterschied zu uns 'Feierabend-Handballern' zu erkennen ist."

Und so wurde der Gast zum Spielball für die Mindener, die es mit aller Macht zurück in die Bundesliga zieht. Schon nach 15 Minuten war das ungleiche Duell praktisch entschieden, als der schwedische Nationalspieler Dalibor Doder zum 12:3 traf. Nach der deutlichen Pausenführung schalteten die Gastgeber allerdings einen Gang zurück, sonst wäre die Niederlage vor 1700 Zuschauern noch höher ausgefallen. Einzig der für den verletzten Mathias Deppisch in die Stammformation gerückte Robin Doetsch wusste in einer ansonsten überfordert wirkenden Korschenbroicher Mannschaft zu überzeugen.

Zum Korschenbroicher Debakel passt passt auch die Nachricht der Verletzung von Markus Breuer. Der hat sich nach ersten Erkenntnissen eine Schultereckgelenksprengung zugezogen. Bestätigt sich dieser Verdacht, wird der Linksaußen einige Wochen fehlen. Bereits am Samstag um 19.30 Uhr hat der TVK die Gelegenheit, gegen den bislang unbesiegten TV Neuhausen Wiedergutmachung zu betreiben.

(NGZ)