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Handball - mit Video: TVK geht mit Sorgen ins Lokalduell

Handball - mit Video : TVK geht mit Sorgen ins Lokalduell

Trainer Khalid Khan sieht Gastgeber HSG Düsseldorf am Samstagabend als den klaren Favoriten an.

Eigentlich könnten die Zweitliga-Handballer des TV Korschenbroich völlig unbeschwert und mit breiter Brust zum Westderby bei der HSG Düsseldorf (Samstag, 18.15 Uhr, Burg-Wächter-Castello) anreisen. Ein Blick auf die überschaubare Statistik verrät, dass das Team von TVK-Trainer Khalid Khan so etwas wie der Angstgegner der Düsseldorfer ist.

Drei Mal haben die HSG und der TVK bislang in Pflichtspielen die Klingen gekreuzt, zwei Mal ging der TVK als Sieger vom Platz. In der Saison 2007/2008 zitterte sich die HSG zunächst in eigener Halle auch dank einiger hilfreicher Schiedsrichterentscheidungen in der Schlussphase zu einem 29:25-Heimsieg gegen die damals noch von Trainer Olaf Mast betreuten Gäste. In der Rückrunde behielt der TVK mit 32:28 die Oberhand und beendete alle Düsseldorfer Aufstiegsträume.

Im DHB-Pokalerstrundenspiel vor Beginn der laufenden Saison konnte der TVK trotz 8:14-Pausenrückstand nach zweimaliger Verlängerung mit 35:32 die Oberhand behalten. TVK-Coach Khan, in zwei Duellen mit der HSG zwei Mal siegreich, weiß also wie die Gastgeber zu packen sind.

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Doch seine Vorfreude hält sich in Grenzen. Unmittelbar vor dem Duell der beiden Nachbarn hat das Verletzungspech zugeschlagen: Rechtsaußen Mathias Deppisch fällt mit einer Fingerverletzung gleich für die nächsten Wochen aus (die NGZ berichtete). Auch die beiden anderen Linkshänder David Breuer und Robin Doetsch, der für Deppisch in die Bresche springen könnte, sind angeschlagen. "Es sieht sehr schlecht aus", sagt Kahn mit Blick auf den Samstag. Obendrein meldete sich unter der Woche auch noch Kreisläufer Marcel Görden verletzt ab. "Sollten alle vier tatsächlich ausfallen, dann sind wir chancenlos. Dann kann es für uns nur noch um Schadensbegrenzung gehen", so Khan.

Der sieht die Düsseldorfer mittlerweile auf einem hervorragenden Weg: "Die sind mittlerweile stabil und souverän. Ich erwarte die HSG am Ende der Saison auf einem der beiden Aufstiegsränge." Sein Gegenüber Ronny Rogawska gibt die Komplimente artig zurück: "Ich halte Korschenbroich mittlerweile für eine Mannschaft, die ganz oben mitspielen kann. Der TVK hat im Pokal gegen uns und Großwallstadt und in der Meisterschaft beim Bergischen HC gewonnen. Diese Ergebnisse sprechen für sich. Sie spielen sehr kreativ, temporeich und sind immer unberechenbar. Wir müssen auf alles vorbereitet sein, denn der TVK kann verschiedene Varianten spielen."

Für Rogawska, der nach dem durchwachsenen Düsseldorfer Start nach aktuell 10:0 Punkten in Folge mittlerweile wieder fest im Sattel sitzt, ist die Partie deswegen auch ein klassisches Verfolgerduell: "Wer gewinnt, behält den Anschluss, wer verliert muss sich erst einmal hinten anstellen." Die Gastgeber haben die Lehren aus der Pokalpleite gezogen: "Damals hatte sich die Mannschaft noch nicht gefunden. Jetzt haben wir bessere Antworten", verspricht Rogawska.

(NGZ)