Handball : TVK gastiert heute in Leichlingen

Aus dem selbst ernannten Aufstiegsanwärter ist eine Wundertüte geworden: "Voraussagen sind unmöglich. Ich habe keine Ahnung, wie sich die Mannschaft präsentieren wird und ob wir von dem knappen Sieg in Uerdingen Rückenwind mitnehmen", sagt Frank Lorenzet, Trainer und Manager in Personalunion beim Handball-Drittligisten Leichlinger TV, mit Blick auf das heutige Heimspiel (20 Uhr, Smidt-Forum am Hammer) gegen den TV Korschenbroich.

Es läuft noch nicht so recht rund beim LTV, den eigentlich alle vor Saisonbeginn auf den Favoritenschild hoben in der Dritten Liga West — und der diese Rolle auch gerne annahm. Doch das Spitzenspiel beim TuS Wermelskirchen verloren die "Pirates" mit 24:26, beim OSC Rheinhausen kamen sie nicht über ein Unentschieden (31:31) hinaus. Und auch in den anderen Partien (29:27 über HSG Varel, 33:25 über Aufsteiger Adler Königshof und am Sonntag 31:30 bei Bayer 05 Uerdingen) nur bedingt zu überzeugen. Ob das allein am Fehlen des Erst- und Zweitliga-erfahrenen Matthias Aschenbroich (unter anderem TSV Bayer Dormagen, Bergischer HC, TV Emsdetten) liegt, der laut Lorenzet "auf unbestimmte Zeit" ausfällt, weiß keiner.

Ähnlich schwer lässt sich vorhersagen, wie der TV Korschenbroich auftritt. Der Anfangsschwung scheint angesichts von zwei (Heim-) Niederlagen in Folge (33:35 gegen Uerdingen, 30:35 gegen Aufsteiger Gladbeck) schneller verpufft als angesichts des kleinen Kaders ohnehin befürchtet. Immerhin stehen Trainer Ronny Rogawska heute die beiden Niederpleiser "Leihgaben" Max Sommershof und Thomas Wittig zur Verfügung, was ihm ein wenig mehr taktischen Spielraum gibt. Den wird er auch brauchen können, denn in Gestalt von Simon Ciupinski und Marcel Görden sind ausgerechnet die beiden Leistungsträger angeschlagen.

(NGZ/rl)