Handball-Regionalliga Der TV Korschenbroich wird wieder gejagt

KORSCHENBROICH · Nach der Rückkehr an die Tabellenspitze der Handball-Regionalliga steht für den TVK die nächste knifflige Aufgabe an. Mönchengladbach kommt zum Derby.

 Korschenbroichs Henrik Ingenpaß im ersten Saisonspiel gegen Borussia Mönchengladbach.

Korschenbroichs Henrik Ingenpaß im ersten Saisonspiel gegen Borussia Mönchengladbach.

Foto: Michael Jäger

Weil am vorigen Wochenende die Konkurrenten um den Aufstieg in die Dritte Liga patzten und der TV Korschenbroich selber beim Spitzenreiter TSV Bonn rrh. mit 29:24 gewann, ging’s in der Handball-Regionalliga vom vierten hoch auf den ersten Platz. Den gilt es nun im Derby daheim gegen den Aufsteiger Borussia Mönchengladbach, der jüngst überraschend den Tabellenzweiten Bayer Dormagen mit 30:29 in die Knie zwang, zu verteidigen.

Somit sind die Korschenbroicher wieder vom Jäger zum Gejagten geworden, was TVK-Trainer Dirk Wolf aber völlig anders betrachtet. „Das ist eine schöne Momentaufnahme und nicht mehr. Es mag sich vielleicht etwas seltsam anhören, aber wir werden weiter von Spiel zu Spiel sehen. In dieser Liga ist so viel möglich, auf Platz fünf haben wir lediglich einen Punkt Vorsprung. Sollten wir nach dem letzten Spieltag immer noch vorne stehen, dann können wir feiern, davor gibt es dafür meines Erachtens aber keinen Grund.“ Gegen die Borussen dürfte es eine knifflige Aufgabe werden, denn der Lokalkonkurrent benötigt im Kampf um den Klassenerhalt noch jeden Punkt. Hinzu kommt noch, dass der TVK drei seiner letzten vier Heimspiele verlor. Klar ist aber auch, dass die Wolf-Schützlinge die Favoritenrolle nicht von sich weisen können, den Gegner jedoch auf die leichte Schulter zu nehmen, könnte fatale Folgen haben, auch wenn die zweite Halbzeit in Bonn richtig stark war.

Zunächst gilt es, sich auf die eigenen Stärken zu verlassen. Das Zusammenspiel mit Torhüter und Abwehr sollte erneut die Basis werden, um Ballgewinne zu generieren und dadurch über Tempo zu den sogenannten einfachen Toren zu gelangen. Im Angriff ist dann Konzentration gefragt, damit die Trefferquote keinen Strich durch die Rechnung macht. „Ich rechne mit einer vollen Halle“, so Wolf. „Bei dieser Kulisse und in Anbetracht dessen, dass es sich um ein Derby handelt, gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren. Dann gilt es für uns auch, die Wirkungskreise von Niklas Weis einzuengen, der zuletzt fast immer zweistellig getroffen hat. Im gebundenen Angriffsspiel wollen wir die Schwächen des Gegners nutzen und darauf haben wir uns auch vorbereitet.“

Personell sieht es beim TVK recht gut aus. Zwar plagten Anfang der Woche den einen oder anderen Spieler leichte Erkältungssymptome, dennoch hofft Wolf auf einen vollen Kader.

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