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TV Korschenbroich vor Saisonstart in Handball-Regionalliga

Handball-Regionalliga : TV Korschenbroich peilt Platz in der Top Drei an

Die Regionalliga-Handballer aus Korschenbroich starten am Samstag mit einem Auswärtsspiel in die neue Saison. Die Personallage hat sich entspannt.

Nach vielen Monaten der Corona-bedingten Pause kehrt der TV Korschenbroich am Wochenende in den Wettkampfmodus zurück: Die neue Saison in der Handball-Regionalliga beginnt mit der Partie bei der HSG Siebengebirge.

Der letzte Eindruck Das Final Four um den Kreispokal in Mönchengladbach lief vor einer Woche eher unglücklich: Zwar setzte sich Korschenbroich im Halbfinale gegen den ambitionierten Oberligisten Borussia Mönchengladbach mit 25:22 durch, im Finale trat das Team von Dirk Wolf aber nicht mehr an. Grund: Man hatte kaum noch Spieler. Vier Akteure fehlten ohnehin angeschlagen, im Turnier selbst verletzten sich dann Justin Kauwetter und Nico Zidorn. Aus Sorge vor weiteren Verletzungen überließ man TV Geistenbeck daher kampflos den Pokal. Trainer Wolf gibt aber inzwischen Entwarnung: Einzig Kauwetter fällt mehrere Wochen aus, Zidorn befindet sich im Aufbautraining. Von den restlichen Akteuren waren fast alle beim letzten Vorbereitungsspiel am Samstag gegen den TV Lobberich wieder dabei, es wurde ein souveräner 31:24-Sieg.

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Die Personalien Die Veränderungen im Kader sind überschaubar: Der Vertrag von Aaron Jennes wurde nicht verlängert, er ging zum Ligakonkurrenten Neusser HV. Neu ist Kreisläufer Maximilian Tobae vom TV Aldekerk, mit dem Trainer Wolf bereits als Auswahltrainer in der Jugend sowie später beim Oberligisten DJK Adler Königshof arbeitete. Ein indirekter Neuzugang ist Sascha Wistuba, der seine aktive Karriere beim TV eigentlich schon beendet hatte und Athletiktrainer werden sollte. „Wir konnten ihn aber dafür begeistern, noch ein Jahr dranzuhängen“, sagt Wolf. Damit sei der Kader aus 14 Spielern auf jeder Position doppelt besetzt, sagt der Trainer.

Erkenntnisse der Vorbereitung Die Vorbereitung sei zwischenzeitlich durchwachsen gelaufen, gibt selbst Trainer Wolf zu. Es gab Niederlagen gegen die Bergischen Panther und den TuS Opladen, dazu Platz vier bei einem Vorbereitungsturnier mit der SG Ratingen, dem Bergischen HC II und den LTV Wuppertal. „Nach der langen Pause mussten wir erst wieder unseren Rhythmus finden“, sagt Wolf. Vor allem die Abwehr, normalerweise das Prunkstück, zeigte Schwächen. Die seien aber inzwischen behoben, versichert Wolf. Woran für ihn noch gearbeitet werden muss: die Wurfqualität. „Da sind wir aus dem Rückraum noch zu ungenau. Aber die Jungs haben acht Monate auch keinen Ball aufs Tor geworfen.“ Hohes Tempo und gute Abwehr, das sind die Attribute, die Korschenbroich in diesem Jahr auszeichnen sollen. Und auch die vielen jungen Spieler im Team entwickeln sich stetig weiter. Grundsätzlich bestehe sein Team. so Wolf, aus einer homogenen und eingespielten Truppe, die sich auch abseits des Platzes verstehe.

Das Saisonziel Nach Platz fünf und drei in den Vorjahren strebt Wolf in dieser Saison erneut einen Platz unter den ersten Drei an. In der oberen Tabellenregion wird es aber eng. Der Topfavorit für Wolf ist Ratingen, aber auch Remscheid, Aldekerk und den HC Gelpe/Strombach schätzt er als stark ein.

Der erste Gegner Zum Auftakt geht es am Samstag (18.30 Uhr) zur HSG Siebengebirge. „Das ist eine Mannschaft, die zuletzt unten angesiedelt war, die mit ihren Fans aber sehr heimstark ist. Wir dürfen sie nicht ins Spiel kommen lassen, brauchen eine gute Abwehr und müssen unsere freien Würfe machen“, sagt Dirk Wolf.