TV Korschenbroich reist zum TV Jahn Wahn

Handball: Handball: TV Korschenbroich trifft auf alten Bekannten

Knapp zwei Jahre saßen Olaf Mast und Dirk Wolf in den Spielzeiten 2005/06 und 2006/07 gemeinsam auf der Trainerbank des TV Korschenbroich – der eine als Chef-, der andere als Co-Trainer. Am Samstag sehen sie sich wieder – als Kontrahenten.

Denn Wolf reist in seinem zweiten Meisterschaftsspiel als Coach des TVK zum TV Jahn Wahn, und der wird seit Jahresbeginn von Olaf Mast trainiert.

Für beide geht es ab 18.30 Uhr in der Sporthalle des Schulzentrums Köln-Wahn um einiges. Nämlich schlicht und ergreifend darum, einen Fehlstart in die Saison der Regionalliga Nordrhein zu vermeiden. Während der TVK dem Meisterschaftsanwärter SG Ratingen mit 25:31 unterlag, mussten sich die Kölner bei TuSEM Essen II mit 22:28 geschlagen geben.

Für Olaf Mast kam das nicht unerwartet: „Spielerisch und taktisch werden wir noch Zeit benötigen, da wir unseren absoluten Führungsspieler im Angriff nicht mehr dabei haben,“ sagt der 50-Jährige mit Blick auf den Weggang des in Korschenbroich auch nicht ganz unbekannten Christoph Gelbke, der eine Handballpause einlegt. „Er hat immer die finale Entscheidung mit einer sehr hohen Effektivität getroffen. Dies müssen wir nun auf viele Schultern verteilen,“, sagt Mast, unter dessen Regie der TV Jahn Wahn von 17 Meisterschaftsspielen der vergangenen Saison nur vier verlor und aus dem Tabellenkeller ins obere Drittel der Regionalliga Nordrhein kletterte. Trotzdem hat er als Ziel in der „sehr ausgeglichen besetzten Liga“ ausgegeben: „Wir wollen so schnell wie möglich 20 Punkte holen, um nicht unnötig unter Druck zu geraten.“

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Das will Dirk Wolf auch nicht. „Unser Anspruch muss es sein, alle Punkte mitzunehmen.“ Doch dass dieses Unterfangen in Köln kein Selbstläufer wird, darüber ist sich der TVK-Trainer im Klaren: „Der TV Jahn zeigt ein hohes Tempo im Angriff und hat zudem Stärken im Rückraum. In der Abwehr war er in der vergangenen Saison schon gut.“

In das er mit dem gleichen Aufgebot geht wie beim Heimauftakt gegen die SG Ratingen. An dem störte ihn eigentlich nur das Endergebnis, denn spielerisch sah er sein Team durchaus auf Augenhöhe mit dem Titelanwärter: „Ich denke, die Spieler waren zum Auftakt sehr nervös und haben dadurch auch zu viele einfache Fehler gemacht,“ sagt Wolf, „da stehen viele 20- oder 21-Jährige auf der Platte, das darf man nicht vergessen. Die Mannschaft ist noch sehr jung.“ Nicht nur deshalb steht für ihn fest: „Das wird sicherlich kein einfaches Spiel, doch einfache Spiele gibt es in dieser Liga ohnehin keine.“

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