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TV Korschenbroich muss am Sonntag in Dinslaken schon um 11.15 Uhr ran.

Handball : TVK avanciert zum Frühaufsteher

Partie des Handball-Regionalligisten am Sonntag in Dinslaken beginnt schon um 11.15 Uhr.

Besser hätte der Saisonstart für den TV Korschenbroich in der Handball-Regionalliga kaum laufen können, denn mit einem 34:26-Erfolg über den TV Aldekerk haben die Schützlinge von Trainer Dirk Wolf gleich eine Duftmarke gesetzt. Am Sonntag geht es zum MTV Dinslaken.

Vom Papier her eigentlich eine Pflichtaufgabe, denn im Vorjahr stand der MTV bei Saisonabbruch abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz und blieb nur in der Liga, weil es wegen der Corona-Pandemie zwar Aufsteiger, aber keine Absteiger gab. Doch trotzdem ist Vorsicht geboten: Da wäre zunächst die ungewöhnliche Anwurfzeit von 11.15 Uhr. Vielen Spielern fällt es am Morgen schwer, den Rhythmus, sind sie es doch gewohnt, abends zu trainieren und zu spielen. „Natürlich hat da keiner Bock drauf“, gibt Wolf unumwunden zu. „Aber ist ja glücklicherweise nur ein Spiel in der Saison.“ Eine weitere Warnung ist die vergangene Spielzeit, als der TVK nur glücklich mit 27:26 in Dinslaken gewinnen konnte. Hinzu kommt noch, dass Korschenbroich nicht gerade die beste Auswärtsbilanz hatte und in fremder Halle nicht immer zu überzeugen wusste. „Das muss besser werden“, fordert Wolf, der keine Ausfälle zu beklagen hat. „Insgesamt ist noch mehr Konstanz gefragt.“

Allerdings überraschte nicht nur der TVK am ersten Spieltag. Nach dem knappen Sieg des Top-Favoriten SG Ratingen gegen den von vielen nicht so hoch eingeschätzten Neusser HV stellt sich die Frage, ob daraus bereits Rückschlüsse gezogen werden können. „Mit Ratingen beschäftige ich mich jetzt überhaupt noch nicht“, sagt Wolf indes. „Das Spiel ist am 7. November und dann werde ich mir in der Woche zuvor Gedanken zu diesem Gegner machen. Jetzt müssen wir erst in Dinslaken bestehen und da erwarte ich einen heißen Tanz, zumal bereits das erste Heimspiel gegen Rheinhausen verloren wurde.“

Sollte es Korschenbroich gelingen, erneut eine sattelfeste Abwehr mit einem starken Torhüter aufzubieten (gegen Aldekerk überragte Felix Krüger) und daraus resultierend, das Tempospiel aufzuziehen, dann sollte die Hürde Dinslaken zu überspringen sein.