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TV Korschenbroich in heißer Phase der Vorbereitung

Handball-Regionalliga : TVK in heißer Phase der Vorbereitung

Die Korschenbroicher Regionalliga-Handballer konnten noch mal kurz durchatmen, ehe Trainer Dirk Wolf die Zügel mit Blick auf den Saisonstart im September wieder anzog. Er hätte am liebsten noch einen neuen Rechtsaußen.

Aktive Pause nennt es sich in der Trainingslehre, wenn zum Beispiel in einer Vorbereitungsphase die Intensität stark reduziert wird, ohne jedoch komplett die Füße hochzulegen. Eine solche Phase haben die Regionalliga-Handballer des TV Korschenbroich nach dem intensiven ersten Teil ihrer Vorbereitung gerade hinter sich, seit dieser Woche hat Coach Dirk Wolf das Training wieder angezogen. Bis zum Saisonstart am 18. September mit der Partie bei der HSG Siebengebirge steht jetzt der spielerische Feinschliff im Fokus.

„Wir sind mit dem Verlauf der ersten Vorbereitungswochen im Grunde zufrieden. Von der Fitness her, sind die Jungs auf einem guten Level. Sie haben in den langen Monaten ohne Training eine wirklich gute Disziplin an den Tag gelegt, so dass auch die Athletikeinheiten auf einem hohen Niveau stattfinden konnten“ sagt Klaus Weyerbrock, Sportlicher Leiter des TVK. In den Monaten, in denen die Mannschaft nicht zusammen trainieren konnte, hat sie sich individuell fit gehalten. Sie hatte bestimmte Programme zu absolvieren, die von Athletiktrainer Sascha Wistuba erstellt wurden, der auch zusätzliche Einheiten noch online durchführte. „Die Spieler haben an ihren Defiziten gearbeitet und sich in vielen Belangen auch verbessert“, sagt Dirk Wolf. Vor gut neun Wochen begann das gemeinsame Training zunächst auf dem Sportplatz, seit sechs Wochen kann auch wieder in der Halle geübt werden. Bei den bisherigen Testspielen ging es häufig gegen Drittligisten, wie auch nächste Woche bei der offiziellen Saisoneröffnung daheim gegen Longericher SC.

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Die bisherigen Tests verliefen durchwachsen. Im ersten Spiel gab es einen Sieg gegen den Mittelrhein-Oberligisten HSG Refrath/Hand, danach folgten Niederlagen gegen die Bergischen Panther und den TuS Opladen. Danach spielte der TVK noch bei einem Turnier, wo er gegen die SG Ratingen den Bergischen HC II und den LTV Wuppertal antrat und letztlich auf dem vierten Platz landete. „Im Laufe der Spiele haben wir immer besser zueinander gefunden“, betont Wolf. „Aber insbesondere in der sonst so sattelfesten Abwehr haben wir noch viel Arbeit. Ansonsten waren aber auch bereits sehr gute Ansätze zu erkennen.“

Dass Korschenbroich nach den Irrungen der Corona-Pandemie bislang so gut durch die Vorbereitung gekommen ist, liegt sicher auch daran, dass es keine großen Veränderungen gab, also weitgehend Ruhe herrschte. Im Trainerteam rückte lediglich Michel Mantsch vom Torwart- zum Co-Trainer auf. Das soll nicht nur für eine Entlastung von Wolf sorgen, damit sollen auch neue Impulse gesetzt werden, hoffen die TVK-Verantwortlichen. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Michel“, so Wolf. „Bereits in der Vergangenheit hat er die eine oder andere Trainingseinheit geleitet, wenn ich aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen passen musste. Das wird nun vermehrt stattfinden, und Michel wird nun auch mehr in die Entscheidungen mit einbezogen.“

Auch im Kader blieb vieles beim Alten. Der Vertrag von Aaron Jennes wurde nicht verlängert, woraufhin er sich dem Ligakonkurrenten Neusser HV anschloss. Sascha Wistuba beendete seine Karriere, bleibt dem Korschenbroich jedoch als Athletiktrainer erhalten. Bislang ist nur Kreisläufer Maximilian Tobae vom TV Aldekerk neu. Zu den bislang 13 Spielern im Kader könnte aber noch ein Rechtsaußen hinzukommen. „Wir halten die Augen offen, aber Linskshänder wachsen nun mal nicht auf den Bäumen“, so Wolf. „Allerdings glaube ich, dass wir wieder eine schlagkräftige Truppe haben, mit der wir erneut oben angreifen möchten.“