Handball : TVK gewinnt den Niederrheinpokal

Handball-Regionalligist TV Korschenbroich schlägt Angermund im Finale mit 32:27.

Der TV Korschenbroich darf auf einen Auftritt beim Final-Four-Turnier am 6./7. April 2019 in der Hamburger Barclaycard-Arena hoffen. Während sich die Bundesligisten THW Kiel, SC Magdeburg, Füchse Berlin und TSV Hannover-Burgdorf bereits für die Endrunde im DHB-Pokal qualifiziert haben, stehen dem Nordrhein-Regionalligisten noch einige Hürden auf dem Weg in die Hansestadt bevor.

Als erstes das Achtelfinale im Deutschen Amateurpokal, das am 26. Januar auf dem Programm steht. „Den Gegner erfahren wir nach den Weihnachtstagen,“ sagt der Sportliche Leiter Klaus Weyerbrock. Es wird einer der anderen Pokalsieger aus den insgesamt 22 Landesverbänden des DHB sein, die in dem vor vier Jahren neugeschaffenen Wettbewerb die beiden Finalisten ermitteln, die sich vor meist schon großer Kulisse zwei Stunden vor dem Endspiel des DHB-Pokals in Hamburg gegenüber stehen. Bisher siegten dort DHK Flensborg (2015), SG Langenfeld (2016) und der TuS Spenge (2017 und 2018).

„Wir freuen uns auf die Teilnahme,“ sagt Klaus Weyerbrock, auch wenn dafür das für den 26. Januar angesetzte erste Meisterschaftsspiel nach der WM-Pause bei der SG Ratingen verlegt werden muss. Den Grundstein dazu legten die Korschenbroicher mit einem 32:27-Erfolg (Halbzeit 19:15) im Finale des Niederrheinpokals am späten Donnerstagabend über den TV Angermund.

Dem Sieg über den Oberligisten, der im Halbfinale die SG Ratingen ausgeschaltet hatte, ging jedoch vor 300 Zuschauern in der Waldsporthalle ein schweres Stück Arbeit voraus. „Heute haben wir dem Korschenbroicher Publikum leider viele Aufs und Abs zugemutet,“ faste Weyerbrock den kurisosen Spielverlauf zusammen. Denn obwohl die Hausherren schon nach acht Minuten mit 7:2 in Front lagen und sie immerhin noch einen Vier-Tore-Vorsprung (19:15) mit in die Pause nahmen, gelang dem TV Angermund nach 42 Minuten beim 21:21 erstmals der Ausgleich. Drei Minuten später lag der Oberligist sogar mit 23:21 in Führung,  doch Philip Schneider – mit elf Treffern bester Werfer auf Seiten des TVK – brachte die Gastgeber wieder zurück in die Erfolgsspur. Den Ausgleich zum 23:23 erzielte Nicolai Zidorn, der sich nach zweimonatiger Verletzungspause mit fünf Toren zurückmeldete. „Schön, dass er Selbstbewusstsein für die Rückrunde getankt hat,“ sagte Trainer Dirk Wolf über das Comeback, war aber ansonsten nur bedingt zufrieden: „Abwehr und Torhüter haben sich im gesamten Spielverlauf nicht so präsentiert, wie man es aus den letzten Spielen gewohnt war.“ Die weiterenTreffer für den TVK erzielten Wistuba (6/4), Biskamp (3/3), Brinkhues (1), Wolf (4) und Foerster (2).