Lokalsport : TuS siegt ohne zu spielen

(-sit) Unverrichteter Dinge und mit einem dicken Hals mussten sich am Sonntag die Landesliga-Kicker des TuS Grevenbroich wieder auf die Heimreise aus der Landeshaupstadt begeben.

Denn da das ohnehin kaum mehr zu rettende Schlusslicht SC Vatangücü Düsseldorf nur fünf Spieler auf die Beine gebracht hatten, blieb dem Schiedsrichter Jochen Dirkling nichts anderes übrig als die Partie abzusagen.

Weil der Unparteiische extra aus Gummersbach anreiste, dürfte der Neuling alleine schon wegen der Fahrtkosten nun tief in die Vereinskasse greifen müssen.

Bei den Grevenbroichern stieß das Gebaren des Kontrahenten auf Unverständnis. "So etwas bahnt sich doch vorher an", meinte der sportliche Leiter Franz-Josef Esser ziemlich angesäuert, "denn die haben ja wohl schon seit Wochen Probleme".

Ausgesprochen unglücklich fand er außerdem, "dass die uns anreisen lassen, obwohl die wussten, dass sie gar nicht antreten können oder wollen".

Und mit dem Hinweis auf die vorangegangene 1:11-Pleite des Tabellenletzten gegen Preußen Krefeld verband er den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung: "Klar, dieses Spiel wird jetzt für uns gewertet, aber eben nur mit 2:0. Das kann in der Tabelle am Ende entscheidet sein."

Seine beiden Nachholspiele im Schloss-Stadion bestreitet der TuS übrigens am 23. April gegen Odenkirchen (19 Uhr) und am 29. April (verlegt vom 1. Mai) gegen Wersten.

(NGZ)