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Korschenbroich: TuS Liedberg will es noch einmal wissen

Korschenbroich : TuS Liedberg will es noch einmal wissen

In der Vorbereitung auf die neue Saison in der Fußball-Kreisliga A ist beim TuS Liedberg eine mehr als deutliche Aufbruchstimmung zu verspüren.

"Wir haben uns nach der abgelaufenen Spielzeit und auch vor zwei Wochen noch einmal zusammen gesetzt und alle waren sich einig, dass wir es in der neuen Saison noch einmal wirklich wissen wollen", verrät Trainer Josef Neues, der sich eigentlich als Trainer schon längst von seinem Kapitän und Schwager Markus Pabst ablösen lassen wollte.

"Aber Markus ist mit seinen 34 Jahren aus der Mannschaft noch nicht wegzudenken, und deshalb habe ich mich vom Vorstand überreden lassen, noch ein Jahr dranzuhängen", schildert Neues, der aktuell mit der Mannschaft vier Einheiten in der Woche absolviert — und dazu noch die Vorbereitungsspiele.

Ohne Konstanz geht nichts

Ein Programm, das sich in fast allen Fällen im Laufe einer Saison auszahlt. "Die Spieler, die damals den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft haben, sind jetzt alle über 30 Jahre alt. Gerne würden wir es wieder schaffen, so viele Zuschauer wie damals auf unsere Anlage zu locken", hofft er auf sehenswerten Fußball.

Den hat die Mannschaft durchaus auch in der vergangenen Saison gespielt, als sie die Top-Teams der Liga, Kleinenbroich, Viersen II und 1. FC Mönchengladbach II, jeweils auf fremdem Platz besiegte. "Aber dann haben wir eine Woche später gegen Wickrathberg verloren. Uns fehlte die Konstanz, und das macht einen als Trainer wahnsinnig", erklärt Neues. Auch eine gute Mischung im Kader soll nun dazu beitragen.

Denn sieben neue Akteure stehen im Liedberger Kader, mit Fritz Reschke, Timo Gatzweiler, Philipp Onkelbach, Markus Fongern und Tobias Brodka kommen fünf davon aus eigener Jugend, was für eine gesunde Altersstruktur sorgt. Hinzu kommen zwei Spieler von Union Ay Yildiz. Neben Ali Alsaleh kam mit Simon Becher vor allem der dringend benötigte Torjäger hinzu.

"Unser eigentlicher Stammtorhüter Uwe Schippler hat verletzt schon über ein Jahr nicht mehr gespielt, und Markus Bayer hat mir signalisiert, nur noch zur Verfügung zu stehen, wenn Not am Mann ist", sagt der Coach, dem die Tatsache zusagt, nun einen 24-jährigen Schlussmann mit Potenzial in seinen Reihen zu haben.

Gegenspiele auf Augenhöhe

Als Abgang vermeldet der TuS lediglich Christian Gronau, den es zum VfB Korschenbroich zog. Wohin das am Ende in der neuen Saison führen soll, formuliert der Trainer vernünftigerweise nicht in Erwartung eines Tabellenplatzes.

"Aber wenn man mit der neuen Einstellung und einem körperlich noch besseren Stand zehn Punkte mehr einfahren könnte, haben wir sicher eine starke Saison gespielt", erklärt er. Auch die Testspiele hat der TuS gegen Mannschaften wie Strümp, Gierath oder zum Auftakt gegen Büttgen-Vorst (3:3) auf Augenhöhe vereinbart.

(RP)