Fußball: TuS Grevenbroich steht unter Zugzwang

Fußball : TuS Grevenbroich steht unter Zugzwang

Im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga würde den Schlossstädtern heute Abend im Spiel beim 1. FC Viersen jeder Punkt weiterhelfen. Derweil muss Nievenheim wohl für den Rest der Saison auf Kapitän Mehmet Yilmaz verzichten.

Nein, das Fußballjahr 2013 war bislang nicht sonderlich gut zum Landesligisten TuS Grevenbroich. Drei Spiele, drei Niederlagen — und der damit verbundene Absturz auf Abstiegsplatz 15. Vor dem Match heute Abend (Anstoß 19.30 Uhr) beim ehemaligen Verbandsligisten 1. FC Viersen weiß Trainer Jörg Ferber darum nur zu genau, was nötig ist: "Die Leistung stimmt, aber wir sollten jetzt auch langsam mal punkten."

Auch wenn die Partien gegen die direkten Konkurrenten alle noch ausstehen, sieht der Coach seine Truppe selbst gegen die Spitzenteams der Liga in der Pflicht. Echte Sorgen würde er sich zwar nur machen, "wenn wir schlecht spielten", doch das bisherige Konzept, "hoher Aufwand, Ertrag gleich null", tauge auf Dauer nicht.

Sein größter Kritikpunkt: "Wir führen in jedem Spiel, haben aber Probleme, einen Vorsprung über die Runden zu bringen." Nicht gerade erleichtert wird die Aufgabe in Viersen durch die akuten Personalprobleme: In Yves Ngongang (krank), den unter Rückenbeschwerden leidenden Swen Rommerskirchen und Gökhan Dalkiran sowie Mike Allroggen (Fußgelenk) drohen wichtige Spieler auszufallen. "Aber da müssen wir jetzt durch", fordert Ferber energisch. Obwohl Platz eins und damit der Aufstieg in die Oberliga Niederrhein nur ein Punkt entfernt ist, könnte die Stimmung beim Lokal- und Ligarivalen VdS Nievenheim vor dem heutigen Trip zur TuRU Düsseldorf II (Abstoß 19.30 Uhr) besser sein.

Aufs Gemüt drückt die üble Verletzung von Mehmet Yilmaz, der sich am Sonntag in der Partie gegen Hilden-Nord (2:1) die Hand gebrochen hat und wohl bis zum Saisonende ausfällt. "Man braucht kein Experte zu sein, um zu erkennen, was das für eine Schwächung ist, wenn der Kapitän einer Mannschaft fehlt", sagt Trainer Varol Besikoglu bedrückt: "Er war in der Viererkette eine absolute Bank und auch als Typ ganz wichtig." Zudem ist er nach Dean Puseljic und Andreas Schulz bereits die dritte Säule, die dem Aufstiegsaspiranten komplett wegbricht. Für Yilmaz rückt Sascha Pelka, "in der Hinrunde unser bester Feldspieler" (Besikoglu), von der linken Außenbahn in die Abwehrzentrale, sorgt dort an der Seite von Stephan Volk für Spielkultur.

Viel wichtiger als das personelle Wechselspiel ist Besikoglu indes die Einstellung seiner Truppe. Darum ergeht an die Mannschaft folgender Auftrag: "Wir müssen in Düsseldorf so anfangen wie wir gegen Hilden-Nord aufgehört haben. Dass wir trotz schwacher Leistung zur Halbzeit sehr schmeichelhaft mit 2:1 vorne liegen, klappt nämlich nur ganz selten." Die vom früher lange beim 1. FC Grevenbroich-Süd in der Landesliga tätigen Thomas Bahr trainierten Gastgeber hatten zuletzt sogar Tabellenführer ASV Süchteln (1:3) arg ins Schwitzen gebracht.

(NGZ/rl)
Mehr von RP ONLINE