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Korschenbroich: TuS 07 verbindet Jung und Alt

Korschenbroich : TuS 07 verbindet Jung und Alt

Liedberg Auf 80 Seiten hat Michael Götzen die 100-jährige Vereinsgeschichte in einer Chronik zusammengefasst. Statistische Daten kombiniert mit liebevollen Anekdoten lassen immer wieder die Leidenschaft rund ums Leder aufblitzen. "Diese Chronik gehört in jeden Bücherschrank", warb dann auch Schirmherr Willy Schellen für den Kauf des Jubiläums-Heftes.

Liedberg Auf 80 Seiten hat Michael Götzen die 100-jährige Vereinsgeschichte in einer Chronik zusammengefasst. Statistische Daten kombiniert mit liebevollen Anekdoten lassen immer wieder die Leidenschaft rund ums Leder aufblitzen. "Diese Chronik gehört in jeden Bücherschrank", warb dann auch Schirmherr Willy Schellen für den Kauf des Jubiläums-Heftes.

"Die drei Euro tun der Vereinskasse ausgesprochen gut." Doch darauf wollte er weder die Chronik noch das Vereinsleben reduziert wissen. "Es ist ein großartiger Anlass, der uns heute hier zusammengeführt hat", eröffnete Schellen seine Laudatio. Die Vereinsgründung vor 100 Jahren bezeichnete er als einen "wahren Glücksfall", von dem die Bürger noch heute profitierten. Denn eines machte Willy Schellen deutlich: "Der Verein ist längst ein fester Bestandteil unserer Gemeinschaft geworden."

Und was den Ur-Liedberger neben dem reinen Sportgeschehen am meisten fasziniert: "Der TuS führt ganz unterschiedliche Menschen zusammen, verbindet Jung und Alt mit seinem sportlichen Angebot, ist ein Garant für vorbildliche Sozialarbeit und trägt zum gesellschaftlichen Leben vor Ort bei." Schellen wagte es gar nicht erst hochzurechnen, was eine Kommune für dieses vorbildliche Engagement um den Ehrenvorsitzenenden Heinz Blankenstein und den Vorsitzenden Friedhelm Erkes zahlen müsste, gäbe es die vielen Ehrenamtler nicht. Sein Bekenntnis: "Für mich ist der TuS 07 neben dem Kindergarten und der Grundschule der größte Ausbilder vor Ort."

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TuS-Vorsitzender Friedhelm Erkes hatte sich zuvor schon bei allen bekannten und unbekannten Helfern bedankt. In den Mittelpunkt rückte Erkes dabei aber seine Vorstandskollegen und das Festkomitee, dass bereits seit zwei Jahren auf das Jubiläumsjahr und nicht zuletzt auf das Festbankett hingearbeitet hätten.

Bürgermeister Heinz Josef Dick, der mit seinen Stellvertretern Hans-Willi Türks und Albert Richter Grüße und Glückwünsche von Rat und Verwaltung überbrachte, lief beim Festbankett zur Hochform auf: Er hatte die Homepage des Jubiläumsvereins bemüht und den Verein für sich in fünf Säulen unterteilt: Vom sportlichen Einsatz spannte der Bürgermeister einen Bogen bis hin zum "Zusammenspiel von Jung und Alt".

"Der TuS lebt vom Ehrenamt", machte Dick unmissverständlich deutlich. "Die Politik ist dafür da, das Ehrenamt zu unterstützen." Und ohne die unsägliche Diskussion aus dem jüngsten Kulturausschuss im Detail anzusprechen, fügte Dick noch an: "Unnötige, bürokratische Hindernisse dürfen den Vereinen nicht aufgebürdet werden." Dafür erntete der Bürgermeister ebenso Applaus wie für seine emotionsgeladene Definition von Fußball: "Das ist Leben, Liebe, Leidenschaft." Und als er dann auch noch den Erfolgstrainer Giovanni Trapattoni mit seinen Fußball-Weisheiten wie "Ding, Dang, Dong" bemühte und sich mit "habe fertig" verabschiedete, fehlte nur noch Dicks Ernennung zum Ehrenmitglied.

Während der späte Abend in eine Feier mit der Duty-Free-Band mündete, sorgte während des Banketts der MGV "Cäcilia" Liedberg für den festlichen Anstrich. Die Sänger um ihren Vorsitzenden Bernd Atrops entführten die Gäste nicht nur mit Melodien von Johann Strauß ins schöne Wien, sie verwandelten auch mit "My Lord" und "Halleluja" das Festzelt in einen mittelgroßen Konzertsaal.

(NGZ)